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Werften-Rettung : Land greift tiefer in die Tasche

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Für den Fortbestand des Schiffbaus in MV greift das Land tiefer in die Tasche. Zur Finanzierung von Schiffsneubauten will die Landesregierung künftig Bürgschaften bis zur Gesamtsumme von einer Milliarde Euro übernehmen.

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erstellt am 22.Feb.2012 | 06:30 Uhr

Schwerin/Rostock | Für den Fortbestand des Schiffbaus in Mecklenburg-Vorpommern greift das Land noch tiefer in die Tasche. Zur Finanzierung von Schiffsneubauten wolle die Landesregierung künftig Bürgschaften bis zur Gesamtsumme von etwa einer Milliarde Euro übernehmen, sagte gestern Gerd Lange, Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Die im Etatentwurf für 2012/2013 vorgesehene Aufstockung der Finanzgarantien um etwa 300 Millionen Euro sei erforderlich, weil Banken bei Schiffbaufinanzierungen höhere Sicherheiten verlangten. Zudem fahre der Bund seine Bürgschaften für die maritime Industrie schrittweise zurück. Das mache es für die Werften im Nordosten, die sich zunehmend auf den Bau von Spezialschiffen und Ausrüstungen für Windkraftanlagen auf See orientieren, immer schwerer, neue Aufträge zu binden. Zuletzt hatte Nordic Yards von Siemens Energy den Auftrag zur Fertigung einer Offshore-Plattform erhalten. Baubeginn soll am 2. Mai sein.

Nach Angaben des Finanzministeriums steht das Land aktuell für Schiffbau-Kredite im Umfang von 300 Millionen Euro gerade. Seit 1996 summierten sich die - zum Teil schon ausgelaufenen - Bürgschaften auf mehr als eine Milliarde Euro. Bislang habe das Land einmal für eine Kreditbesicherung einstehen und im Vorjahr rund 10 Millionen Euro zahlen müssen, sagte Sprecher Stefan Bruhn.

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