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Mecklenburg-Vorpommern

25. November 2017 | 09:00 Uhr

Kunstkauf : Land als moderner Mäzen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Güstrower Ausstellung zeigt Kunstankäufe 2012-2014 – Landeskunst auch in Büros von Regierungsmitgliedern

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2014 | 08:51 Uhr

Früher sammelten die Herzöge Gemälde alter Meister, heute hat das Land Mecklenburg-Vorpommern die Rolle eines modernen Mäzens übernommen. 

Seit 1994 gibt MV jährlich etwa 26 000 Euro aus, um von Künstlern des Landes Werke zu erwerben. Dabei wird in Gegenwartskunst aus den verschiedensten Genres investiert: von Malerei bis Fotografie. Effekt dieser Ankäufe ist nicht nur die ständig wachsende Landeskunstsammlung auf inzwischen etwa 500 Arbeiten von 130 Künstlern, sondern zugleich die Förderung heimischer Kunstschaffender.

Unter Federführung des Kultusministeriums wählen dabei Fachleute aus allen Landesteilen Künstler aus, besuchen sie in ihren Ateliers und kaufen dort direkt Arbeiten an.

Was genau die Kunstkenner in den Jahren 2012 bis 2014 für das Land erworben haben, ist ab heute auf Schloss Güstrow zu sehen. Die Ausstellung „Land in Sicht“ präsentiert dort 116 Arbeiten, die die Vielfalt künstlerischen Schaffens in Mecklenburg-Vorpommern dokumentieren – von Altmeistern wie Joachim John und Rolf Kuhrt bis zu jüngeren Absolventen der Hochschule Wismar und des Caspar-David-Friedrich-Instituts in Greifswald.

„Ich wünsche mir, dass der Landeskunstbesitz noch öfter und in regelmäßigeren Ausstellungen gezeigt werden kann“, so Dr. Regina Erbentraut, die Kuratorin der aktuellen Ausstellung und wissenschaftliche Hüterin des Landeskunstschatzes auf Schloss Güstrow.

Ein halböffentlicher Weg, Bilder oder Plastiken zu zeigen und darüber mit Besuchern aus nah und fern ins Gespräch zu kommen, sind Werke aus der Landeskunstsammlung in Büros und Arbeitsräumen der Landesregierung. So hängen im Büro von Ministerpräsident Erwin Sellering Gemälde der Usedomer Künstler Matthias Wegehaupt und Oskar Manigk. Energieminister Christian Pegel hat sich Arbeiten von Otto Sander Tischbein ausgesucht und Bildungsminister Mathias Brodkorb Werke von Mike Strauch und von Grit Sauerborn das Gemälde „Fachgespräch an der Schleuse“, das auch in der Güstrower Ausstellung „Land in Sicht“ zu sehen ist.

 

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