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Wirtschaft MV : Längere Wartezeiten auf Handwerker

vom
Aus der Onlineredaktion

Betriebe schieben wegen Personalmangels Auftragsberg vor sich her. Stimmung in der Wirtschaft auf Rekordniveau

svz.de von
erstellt am 27.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Aufschwung in Handwerk und Industrie: Firmenchefs in Westmecklenburg melden glänzende Geschäfte. „Die Stimmung der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und des Baus ist auf Rekordniveau“, erklärte Siegbert Eisenach, Chef der Industrie- und Handelskammer Schwerin gestern. Nach einem Allzeithoch zu Jahresbeginn sei der Konjunkturklimaindex nochmals gestiegen. Drei von fünf Firmen bewerteten die derzeitige Lage als gut. Ein Viertel der Firmen geht sogar davon aus, dass sich die Geschäfte noch weiter verbessern werden. Noch besser läuft es im Handwerk: Knapp 90 Prozent der Betriebe gehen von guten bis befriedigenden Geschäften aus, berichtet die Handwerkskammer Schwerin – vor im Bauhandwerk: „Eigentümer und Mieter investieren weiterhin lieber in den Wert ihrer Immobilie oder in die Qualität ihres Wohnraumes, statt sich über Null- oder sogar Minuszinsen bei ihrer Bank zu ärgern“, sagte Kammerchef Edgar Hummelsheim.

Volle Auftragsbücher, aber kein ausreichendes Personal: Die Unternehmen in Westmecklenburg kommen kaum noch nach. Inzwischen sind fehlende Fachkräfte zu einem der größeren Wachstumshemmer geworden. Vor allem Betriebe des verarbeitenden Gewerbes und der Bauwirtschaft suchten händeringend qualifiziertes Personal, heißt es in der Konjunkturanalyse der beiden Kammern. Auf der Suche nach geeignetem Personal brauche MV „ein geschärftes Profil, um in der Außenwahrnehmung als attraktiver und leistungsfähiger Industriestandort wahrgenommen zu werden“, forderte Kammerchef Eisenach.

Die Not ist groß: Im Handwerk hätten lediglich neun Prozent der Betriebe Neueinstellungen und eine Steigerung der Beschäftigtenzahlen melden können. Der Personalengpass verlängere inzwischen den Auftragsvorlauf. Fast die Hälfte der Handwerksbetrieb sei bis „zur Obergrenze ausgelastet“, berichtete Kammerchef Hummelsheim. Kunden müssen sich offenbar auf längere Wartezeiten einstellen.

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