Grüne Woche Berlin : Länderhalle MV mit großen und Mini-Firmen eröffnet

Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) darf vorkosten.

Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) darf vorkosten.

Die Grüne Woche ist ein Schaufenster für das Agrarland MV und bietet die Gelegenheit zu politischen Gesprächen. Die Länderhalle greift den Trend zu regionalen und individuellen Produkten auf.

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19. Januar 2018, 20:45 Uhr

Agrarminister Till Backhaus (SPD) hat am Freitag die Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin eröffnet. Dort präsentieren sich bis Sonntag 63 Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft sowie Verbände, Vereine und Institutionen aus dem Nordosten. „Die Länderhalle ist die Visitenkarte unseres Bundeslandes auf der IGW“, sagte Backhaus. „Wir sind mit dem hier, was unser Land so besonders macht.“ 400 000 Besucher werden bei der IGW erwartet.

Neben großen Unternehmen, die schon zum wiederholten Mal dabei sind - wie die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH, die Mecklenburger Kartoffelveredelung und der Verein Rügenprodukte e.V. - präsentieren sich auch junge, noch kleine Unternehmen erstmals auf der Messe. Damit wird der Trend zu regionalen und individuellen Produkten aufgegriffen.

Erstmals dabei sind zum Beispiel die Vorpommersche Genussmanufaktur, die Senfmühle Schlemmin, die LandDelikat Bio-Rösterei aus Barth (Kaffeerösterei) und die Marke Hiddenseer Kutterfisch. Sie stellen am Stand der Entwicklungsagentur „Land(Auf)Schwung“ aus. Im Trend der Regionalvermarktung liege auch das Unternehmen BoddenLandEis aus Kemnitz, hieß es weiter.„Mit der Grünen Woche bieten wir neben etablierten Anbietern auch Klein- und Kleinstunternehmen eine Plattform, um ihre Produkte vorzustellen und deren Vermarktung zu testen“, sagte Backhaus. Im Schnitt der letzten Jahre seien stets etwa zehn Prozent Neulinge dabei.

Die IGW bietet auch die Gelegenheit für politische Gespräche.

Backhaus traf am Freitag in Berlin den neuen Vize-Gouverneur der Partnerregion Leningrader Gebiet. Sein Gespräch mit Oleg Malaschenko bezeichnete Backhaus als „Tauwetter“. Es sei wichtig, den Kontakt auch in politisch schwierigen Zeiten nicht abreißen zu lassen. Die Rückkehr Russlands als Aussteller auf die Grüne Woche nach zwei Jahren Pause wertete er als Signal für einen Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen. MV sehe Exportchancen nach Russland zum Beispiel bei Saatkartoffeln, Lebendvieh und Bullensperma.

Auch mit EU-Agrarkommissar Phil Hogan traf Backhaus zusammen. Ihm stellte der Schweriner Minister seine Pläne für die künftige Gemeinsame Europäische Agrarpolitik vor. Hogan und er stimmten in vielen Punkten überein, zum Beispiel darin, dass öffentliche Leistungen der Bauern besser vergütet werden sollten, sagte Backhaus.

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