E-Mobilität : Lade-Netz in MV mit großen Lücken

Die E-Mobilität hängt von der Infrastruktur ab.
Die E-Mobilität hängt von der Infrastruktur ab.

Nordosten bei Bundesförderung für E-Säulen nur Schlusslicht

svz.de von
21. September 2017, 21:00 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern steht trotz der großen Entfernungen bei der Bundesförderung für Elektro-Ladesäulen ganz hinten. Das aktuelle Förderprogramm sieht für den Nordosten wie für das Saarland und Bremen je 250 Normal- und 20 Schnellladepunkte vor, erklärte Anne Wurm von der Nationalen Organisation Wasser und Brennstoffzellentechnologie GmbH (NOW) am Donnerstag bei einer E-Mobilität-Fachtagung in Neustrelitz. Die NOW koordiniert die Förderung für das Bundesverkehrsministerium. In Nachbarländern wie Brandenburg sollen 350 Normal- und 25 Schnellladepunkte, in Schleswig-Holstein 450 Normal- und 36 Schnellladepunkte gefördert werden. Die Bundesförderung gilt als sehr wichtig, weil Ladesäulen mit Anfahrschutz und Zubehör mehrere 10 000 Euro kosten können.

Wurm begründete die Auswahl mit einer Studie, die die jeweiligen Fahrzeug- und Einwohnerzahlen berücksichtigt habe. Mecklenburg-Vorpommern ist das nach Fläche sechstgrößte der 16 Bundesländer, aber dünn besiedelt und gilt zu den am wenigsten erschlossenen Regionen für E-Mobilität. Im Sommer verdoppeln die Touristen aber zeitweise die Einwohnerzahl. Unternehmer kritisierten auf der Tagung die komplizierten Förderbedingungen. Im Nordosten werde deutlich mehr erneuerbare Energie erzeugt als verbraucht oder abtransportiert werden kann. Das sei eine große Möglichkeit.

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