Hamburg/Fehmarn : Kutterunglück wegen Stabilitätsproblemen

Nach der Untersuchung des Untergangs des Fischkutters «Condor» in der Ostsee vor Fehmarn fordert die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) die Überprüfung der Stabilitätsberechnungen ähnlicher Kutter. Bei dem Havaristen sei die Standardberechnung der Stabilität fehlerhaft gewesen, das könne auch bei anderen Kuttern passiert sein.
1 von 2

Nach der Untersuchung des Untergangs des Fischkutters «Condor» in der Ostsee vor Fehmarn fordert die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) die Überprüfung der Stabilitätsberechnungen ähnlicher Kutter. Bei dem Havaristen sei die Standardberechnung der Stabilität fehlerhaft gewesen, das könne auch bei anderen Kuttern passiert sein.

Nach Untergang des Fischkutters „Condors“ in der Ostsee fordert die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung Überprüfung der Stabilitätsberechnungen ähnlicher Kutter

von
05. Oktober 2017, 21:00 Uhr

Nach der Untersuchung des Untergangs des Fischkutters „Condors“ in der Ostsee vor Fehmarn fordert die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) die Überprüfung der Stabilitätsberechnungen ähnlicher Kutter. Bei dem Havaristen sei die Standardberechnung der Stabilität fehlerhaft gewesen, das könne auch bei anderen Kuttern passiert sein. Als Konsequenz aus dem Untergang der „Condor“ hält es die BSU für dringend geboten, die Stabilitätsnachweise aller deutschen Fischkutter einer außerplanmäßigen Überprüfung zu unterziehen und die Verfahren auf ihre Verlässlichkeit hin zu kontrollieren, hieß es in einer Mitteilung der BSU am Donnerstag in Hamburg.

Die mehr als 70 Jahre alte „Condor“ war am 6. Februar vor der Insel Fehmarn gesunken. Der Kapitän und sein Decksmann kamen dabei ums Leben. Ursächlich für den Untergang waren nach dem am Donnerstag in Hamburg veröffentlichten Bericht der BSU-Experten Stabilitätsprobleme des Kutters. Am Unfalltag sei das konstruktionsbedingt ohnehin unzureichende Aufrichtvermögen des Kutters durch weitere Faktoren verschlechtert worden. So sei der komplette Fang an Deck und nicht im Laderaum gelagert worden und gleichzeitig sei wenig Treibstoff im Tank als Gegengewicht vorhanden gewesen. In einer harten Kurve sei der Kutter dann gekentert.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen