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Rätselhafter Fall in Bornhof : Kutschenunfälle häufen sich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unfall mit pferdegezogenem Marathon-Trainingswagen gibt Rätsel auf / Bereits vierter Unfall in zweiter Jahreshälfte

von
erstellt am 22.Sep.2014 | 20:23 Uhr

Bei einer rasanten Kutschfahrt bei Bornhof am Rande des Müritz-Nationalparks hat der Kutscher einen seiner Mitfahrer in voller Fahrt verloren. Der 42-Jährige stand mit einem weiteren Mann auf dem hinteren Teil des Marathon-Trainingswagens, um den Fliehkräften in Kurven durch Herauslehnen entgegenzuwirken. Auf einem Sandweg habe der „Ballast-Mann“ den Halt verloren und sei vom fahrenden Wagen geflogen, so Polizeisprecherin Karen Lütke. Dabei wurde der 42-Jährige leicht verletzt.

Beim Eintreffen der Polizei am Unfallort, floh der rasante Kutscher mit samt seinem sportlichen Fuhrwerk, konnte aber später ermittelt werden. Warum der Mann das Weite suchte, ist bislang unklar. Die Kriminalpolizei habe nun die Ermittlungen aufgenommen, so Karen Lütke.

Kutschunfälle sind indes keine Seltenheit. In MV gab es allein im zweiten Halbjahr 2014 drei weitere Unfälle mit Pferdekutschen. So ging auf Rügen ein Pferdegespann durch. In dessen Folge wurde der 64-Jährige Kutscher von dem Gefährt überrollt und schwer verletzt.

Im August endete ein Kremserausflug nahe Bad Stuer (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) dramatisch. Zwölf Rentner wurden hier verletzt, drei von ihnen schwer. Die letzte Schreckensmeldung kam in der vergangenen Woche aus Ludwigslust, wo ein 47-Jähriger von einem Gespann überrollt und mitgeschleift wurde. Fehlende Sicherheit und mangelnde Fahrpraxis sieht Hans-Joachim Begall, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes MV, als Hauptunfallursachen. „Sicherheit ist das oberste Gebot – gerade, wenn man Verantwortung für Mitfahrer hat, wie bei einem Kremser“, so Begall.

Wichtig sei auch die Ausbildung der Tiere, wenn sie regelmäßig trainieren, kennen sie ihre Aufgaben und werden nicht übermütig. Unfälle im Pferdesport, wie in Bornhof, gehen oft auf Fahrfehler zurück. „Das wichtigste ist, einen klaren Kopf zu bewahren – auch wenn die Pferde einmal durchgehen“, weiß der Experte.

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