Samen sind alle gleichzeitig reif : Kurze Rapsblüte verspricht hohe Erträge

Foto: obs/UFOP e.V./dpa
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Die Rapsblüte fällt in diesem Jahr wegen des späten Beginns etwas kürzer aus. Vielerorts sind die Felder schon nicht mehr sattgelb. Für die Anbauer ist das ein Vorteil. Eine kurze Blütezeit verspricht eine gute Ernte.

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24. Mai 2013, 11:15 Uhr

wismar | Die Rapsblüte fällt in diesem Jahr wegen des späten Beginns etwas kürzer aus. Vielerorts sind die Felder schon nicht mehr sattgelb. Für die Anbauer ist das ein Vorteil. Eine kurze Blütezeit verspricht eine gute Ernte, denn die Samen sind alle gleichzeitig reif, wie Anbauberater Günter Willner in Malchow/Poel sagte. Tatsächlich sei die Hauptblüte in diesem Jahr witterungsbedingt nur etwa zwei Tage kürzer gewesen, so der Mitarbeiter der Norddeutschen Pflanzenzucht KG. Dazu habe ideales Befruchtungswetter geherrscht, mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 20 Grad. Der nachfolgende Regen sei für einen hohen Ertrag ebenfalls günstig.

Winterraps blüht laut Willner drei bis vier Wochen, von der ersten bis zur letzten Blüte gezählt. Er befruchtet sich zu zwei Dritteln selbst, ein Drittel erledigen Wind und Insekten. Die in Deutschland seit rund vier Jahren führende und auch in Osteuropa am weitesten verbreitete Winterrapssorte Visby hat laut Willner genetisch eine kürzere Blühdauer. In MV haben die Landwirte die Anbaufläche für Raps im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 250 000 Hektar ausgedehnt. Die Ölfrucht nimmt fast ein Viertel (23 Prozent) der Ackerfläche ein.

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