Kurz vor Schwerin: Busfahrer mit über 1,6 Promille gestoppt

<strong>Mit  einem solchen Bus </strong>eines Parchimer Betriebes war der betrun kene Fahrer  unterwegs. ACHTUNG: Es handelt sich um ein Foto von der Buslinie, der Fahrer auf dem Bild ist NICHT derjenige, der am Montag betrunken fuhr!
Mit einem solchen Bus eines Parchimer Betriebes war der betrun kene Fahrer unterwegs. ACHTUNG: Es handelt sich um ein Foto von der Buslinie, der Fahrer auf dem Bild ist NICHT derjenige, der am Montag betrunken fuhr!

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12. Juni 2012, 03:09 Uhr

Schwerin | In Schlangenlinien war er über die B 321 gefahren, an Bord rund 30 Fahrgäste, darunter zahlreiche Kinder: Beamte des Schweriner Polizeireviers haben gestern Morgen kurz nach 7 Uhr in Höhe der Autobahnauffahrt bei Raben Steinfeld einen Busfahrer aus dem Verkehr gezogen, der mit mehr als 1,6 Promille hinter dem Steuer saß. Ein aufmerksamer Autofahrer hatte der Polizei zuvor mitgeteilt, dass mit dem Bus der Linie 715 Plau - Schwerin irgendetwas nicht stimme.

Zunächst sei nicht klar gewesen, ob es sich um eine Trunkenheitsfahrt handele oder ob der Busfahrer gesundheitliche Probleme habe, sagte der Leiter des Schweriner Polizeireviers, Arne Wurzler. Sofort nach der Alarmierung hätten sich Beamte aber auf den Weg gemacht, um dem Bus auf der B 321 entgegenzufahren und zu stoppen.

Der 50-jährige Busfahrer habe sich einem freiwilligen Atemalkoholtest unterzogen und sei aufgrund des gemessenen Wertes an der Weiterfahrt gehindert worden, so Wurzler. "Gegen den Fahrer wurde eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr erstattet."

Die Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Laut Wurzler wurde ein neuer Fahrer eingesetzt, der den Bus an der Kontrollstelle übernahm und die Linienfahrt nach Schwerin fortsetzte.

"Was sich unser Mitarbeiter geleistet hat, ist absolut nicht zu tolerieren", sagte Frank Stockhaus, Prokurist der Reisedienst Parchim GmbH. Dabei habe der 50-jährige Fahrer, seit 1994 im Unternehmen, bislang als zuverlässig und unbescholten gegolten, sei nun aber vom Dienst suspendiert worden. "Die Fahrgäste sicher zu befördern, hat für uns oberste Priorität", betonte Stockhaus. Das wüssten auch alle 50 Fahrer des Betriebes. Regelmäßig gäbe es außerdem Schulungen und unangemeldete Kontrollen. Wie es zu dem gestrigen Vorfall kommen konnte, könne er sich nicht erklären, so der Prokurist.

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