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Neubrandenburg : Kunst per Skalpell: Thiel belebt Papierkunst

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Seine Werke hängen in den USA, Australien und der Schweiz, die neuesten Kreationen jedoch zeigt der Papierkünstler Stefan Thiel in Neubrandenburg. Diesen Samstag wird die Sonderausstellung „Papierschnitte“ eröffnet.

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erstellt am 14.Jan.2012 | 04:12 Uhr

Neubrandenburg | Seine Kunstwerke hängen in den USA, Australien und der Schweiz. Der Papierkünstler Stefan Thiel zeigt seine neuesten Kreationen jetzt in Norddeutschland. Heute wird in der Kunstsammlung Neubrandenburg die Sonderausstellung "Papierschnitte" eröffnet. "Wir freuen uns, einen der bekanntesten zeitgenössischen Papierkünstler vorstellen zu können", sagt die Kunsthistorikerin der Sammlung, Elke Pretzel. Zu sehen sind rund 30 Papierkunstarbeiten und Fotografien des 46-Jährigen. Er widmet sich dieser Kunstrichtung seit zehn Jahren und hält sie noch lange nicht für ausgeschöpft.

Vor allem geometrische Formen, Landschaften am Wasser, aber auch Handtaschen und Frauenmodelle begeistern Thiel. "Ich suche mir die Motive in Filmen im Stil des Film noir oder in Modezeitschriften", erzählt Thiel. Er spaziert mit dem Fotoapparat durch Städte oder geht einfach nur am Berliner Kurfürstendamm entlang, wo er wohnt. Auffällig bei seinen Arbeiten sind die verschiedenen Spielarten von Strumpfhosen.

Hierfür wandelt er Fotografien in Dias um, die er auf Papier projiziert. Dann kommt das Skalpell zum Einsatz. "Alles andere wäre zu stumpf", sagt der Künstler. Zwischen zwei Stunden und zwei Monaten arbeitet er an seinen Werken - je nach Feinheit, Motiv und Größe. Zu seinen größten Arbeiten, die in Neubrandenburg zu sehen sind, gehört das Berliner Springer-Hochhaus unweit des Checkpoint Charlie und ein vollkommen Tätowierter auf einem Modestuhl .

In zahlreichen Ländern stellt Thiel inzwischen regelmäßig aus. Seine Arbeiten werden für Preise zwischen 3000 und 10 000 Euro gehandelt.

Galerien in Madrid, Zürich und im australischen Sydney zeigen sie. Dazu kommen lose Ausstellungen oder -beteiligungen auf fast allen Kontinenten. So will er im Februar mit anderen Arbeiten auch wieder in einer Galerie in Berlin-Mitte ausstellen. "In der Schweiz hilft mir unter anderem, dass es dort eine so lange Scherenschnitttradition gibt", ist seine Erfahrung. Thiels Arbeiten sind bis Mitte März in Neubrandenburg ausgestellt.


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