Kunst hautnah erleben

Krystyna Siegl freut sich, ihre Bilder über Pfingsten den Besuchern in ihrem neuen Atelier, Am Wasserwerk 2 in Malliß, vorstellen zu können.
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Krystyna Siegl freut sich, ihre Bilder über Pfingsten den Besuchern in ihrem neuen Atelier, Am Wasserwerk 2 in Malliß, vorstellen zu können.

Sie zeigen Gefühle. Ob mit Pinsel und Farbe oder aus Glas. Mit jedem ihrer Werke gestatten sie einen Einblick in ihre Seele. Krystyna Siegl, die Hobby-Malerin aus Malliß, und die Glasgestalterin Ute Stender aus Dömitz gehören zu den 52 Künstlern, die Pfingsten ihre Ateliers für Besucher öffnen.

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14. Mai 2009, 11:51 Uhr

Malliß/Dömitz | Ein Sonnenuntergang über einem bewegten Meer, die für diese Breiten so typisch weitläufige Landschaft, ein einsames Bauernhaus, ein Pferd auf einer grünen Wiese. Diese und andere Motive wecken in einem Atelier, das bis vor kurzem noch ein Carport war, Aufmerksamkeit und laden dazu ein, betrachtet zu werden.

Die Blickfänge, die sich hier harmonisch aneinanderreihen wie die Perlen einer Schnur, verbindet eine Gemeinsamkeit. Sie gefielen Krystyna Siegl aus Malliß so sehr, dass sie diese unterwegs fotografierte oder sich einprägte. Zu Hause griff sie zu Pinsel und Farbe, um das Gesehene vom Foto oder aus dem Gedächtnis in Pastell oder Acryl festzuhalten. Malen hat sie nicht gelernt. Es ist ihr Hobby. Doch es muss ihr in die Wiege gelegt worden sein, denn sie ist erfolgreich. Viele kunstinteressierte Leseratten konnten ihre Bilder in einer Ausstellung in der Bibliothek bestaunen. Eine neue Gelegenheit gibt es über Pfingsten. Krystyna Siegl beteiligt sich an der Aktion "Kunst offen", bei der sie auch ihr Atelier einweiht.

In Dömitz lohnt sich eine Stippvisite in der Torstraße 29. Könnten die Steine dieses Baudenkmals reden, würden sie über ihre 200-jährige Geschichte berichten und darüber, dass 2000 mit Ute Stender die Kunst in seine Mauern eingezogen ist. Der Glasgestalterin ist es wichtig, nicht im stillen Kämmerlein zu schöpfen. Das ist der Grund für die Workshops, die sie regelmäßig durchführt. "1000 Meter Glas", lautete der Titel ihrer letzten Aktion mit Teilnehmern aus Dänemark. Bei ihrem internationalen Symposium im Jahre 2003 verschaffte sie Dömitz Gäste u.a. aus Japan, Kanada und Amerika.

Pfingsten öffnet sie ihre Tür, um, wie sie sagt, viele Herzen für die Kunst zu öffnen. Sie ermöglicht Interessenten, Kunst und Kunsthandwerk am Ort ihres Entstehens zu erleben, ihr bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, sich mit ihnen über Geschmack zu streiten und das eine oder andere Stück auch zu erwerben.

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