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"Tatort"-Saison wird eröffnet : Zum Geburtstag Mord

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Wenn aus Glaube religiöser Wahn wird, droht tödliche Gewalt. Das Schweizer Fernsehen hat ein kompliziertes Thema spannend gestaltet - ein gelungener Auftakt für die „Tatort“-Reihe nach der Sommerpause.

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erstellt am 16.Aug.2013 | 06:29 Uhr

Luzern/Weimar | 14 Kerzen bläst Amina aus. Ohne Freude, mit einem Gesicht voller Traurigkeit und Angst. Kurz nach ihrer Geburtstagsfeier ist sie verschwunden. Erst nach Tagen wird die Leiche in einem Wald entdeckt: Schädelbruch, ein schwerer Stein als Tatwaffe. Vergewaltigt wurde das Mädchen nicht, sagen die Gerichtsmediziner. Aber: Amina war im dritten Monat schwanger.

Endlich ist die "Tatort"-Sommerpause vorüber, und es gibt wieder frisches Blut statt Konserven. Den Saisonauftakt bestreitet an diesem Sonntag (20.15 Uhr) in der ARD das Schweizer Fernsehen SRF mit dem spannend inszenierten "Wer war es?"-Krimi "Geburtstagskind".

Dabei haben es die Ermittler um Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) im fünften "Tatort" aus Luzern keineswegs leicht: Ein Mädchenmord im Beziehungsgeflecht einer christlichen Sekte namens "Kreis der Gnade" sowie einer zerrütteten Familie. Immer wieder stößt das Kommissar-Duo an eine unsichtbare Wand.

Danach gibt es aber zunächst eine kleine Durststrecke für Fans des Sonntagabend-Klassikers: Am 25. August läuft in der ARD ein Rostocker "Polizeiruf 110" und am 1. September das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem Herausforderer Peer Steinbrück.

Während in der vergangenen "Tatort"-Saison, die im Juni endete, vier neue Ermittler-Teams an den Start gingen (Jörg Hartmann in Dortmund, Devid Striesow in Saarbrücken, Til Schweiger in Hamburg und Wotan Wilke Möhring in Hamburg und Umgebung), gibt es diese Saison zunächst nur zwei Neustarts - und zwar in Erfurt (17. 11.) und Weimar (26. 12.). Damit beschert der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) den Fans mit gleich zwei Krimis neues Terrain: das Bundesland Thüringen.

Zum Jahreswechsel sind dann also 21 Teams für den ARD-"Tatort" im Einsatz: von Kiel bis München, von Köln bis Berlin, von Luzern bis Wien.

In Erfurt ermitteln die Kommissare Henry Funck (Friedrich Mücke) und Maik Schaffert (Benjamin Kramme) sowie die angehende Staatsanwältin und Polizei-Praktikantin Johanna Grewel (Alina Levshin).

Im ersten Fall ("Speed") geht es um einen mutmaßlichen Serien-Frauenmörder. Am 26. Dezember will der MDR dann mit dem Weihnachts-"Tatort" aus der Klassiker-Stadt Weimar eine neue Tradition starten: Die Premiere "Die fette Hoppe" dreht sich um eine Entführung der fiktiven Wurstkönigin Brigitte Hoppe. Akteure: das Duo Kira Dorn und Lessing (Nora Tschirner und Christian Ulmen).

Und sonst? In Frankfurt/M. ermittelt Joachim Król als Kommissar Frank Steier diese Saison noch zweimal ohne seine ausgestiegene Schauspielkollegin Nina Kunzendorf - sie trat bereits im April zum letzten Mal in der Rolle der burschikosen Conny Mey auf. Bereits abgedreht ist ein Solo-Fall für Steier mit dem Arbeitstitel "Der Eskimo". Im November soll Król dann seinen letzten, insgesamt siebten Fall in der Rolle drehen, dessen Sendedatum noch unklar ist.

Seine Nachfolgerin in Frankfurt als Ermittlerin für den Hessischen Rundfunk (HR) wird Margarita Broich. Der erste "Tatort" mit der vor allem in der Theater-Branche bekannten Broich, die privat mit dem Leipziger "Tatort"-Star Martin Wuttke liiert ist, wird wohl erst im zweiten Halbjahr 2014 im Ersten zu sehen sein.

Quoten-Highlights dürften auch in dieser Saison wieder die WDR-Fälle aus Münster mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers werden.

Im Herbst ist zunächst eine Folge mit dem angekündigten Titel "Die chinesische Prinzessin" vorgesehen - darin ist Liefers als Professor Boerne dringend tatverdächtig.

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