Schwerin : Wissenschaftler für das Welterbe

Schweriner Schloss: Bald auf der Liste der Unesco-Kulturgüter?
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Schweriner Schloss: Bald auf der Liste der Unesco-Kulturgüter?

Für eine erfolgreiche Bewerbung als Unesco-Weltkulturerbe erhält Schwerin Beistand von acht Fachleuten.

Die Schweriner Weltkulturerbe-Bewerbung für das Schlossensemble erhält jetzt ein wissenschaftliches Fundament. Die Stadt Schwerin, der Landtag und die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern haben einen Beirat einberufen, der sie bei der Antragstellung und im weiteren Bewerbungsverfahren beraten soll, teilte Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) mit. Zudem wurde ein Maßnahmenplan für den Weg des Residenzensembles zum Weltkulturerbe beschlossen.

Das Schweriner Schloss war 2014 von der Kultusministerkonferenz in die deutsche Bewerberliste für einen Welterbetitel der Unesco aufgenommen worden. Das Land will viel Geld bereitstellen, um den Antrag zum Erfolg zu führen. Größter Kostenfaktor ist die Ausstellung des Schlossmuseums, die laut Brodkorb komplett überarbeitet werden muss. Die Museumsräume brauchten eine Sanierung. Er kalkuliere dafür 20 Millionen Euro ein und strebe an, dass sich der Bund zur Hälfte beteiligt. Sollte das nicht der Fall sein, müssten die Maßnahmen auf bis zu zehn Jahre gestreckt werden.

Außerdem will das Land 2016 eine Welterbeprofessur einrichten – an welcher Hochschule, sei noch nicht entschieden. Das Land stelle dafür über fünf Jahre insgesamt eine halbe Million Euro zur Verfügung. Der Lehrstuhlinhaber soll eine volle Stelle erhalten, aber die Hälfte der Zeit für die Welterbe-Bewerbung tätig sein. Zudem finanziere das Land mindestens ein Promotionsstipendium sowie die Stelle einer Welterbemanagerin in Schwerin. Dem Welterbebeirat gehören acht Wissenschaftler an.

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