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Udo und die Stasi: Beckmann blättert in der "Akte Lindenberg"

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erstellt am 10.Jan.2011 | 05:51 Uhr

Berlin | Udo Lindenberg bereut auch heute seinen Auftritt in der DDR im Jahr 1983 nicht. "Ich fühle mich in keinster Weise benutzt", sagte Lindenberg bei der Vorstellung der ARD-Dokumentation "Die Akte Lindenberg: Udo und die DDR". Passend zur Premiere des Udo-Lindenberg-Musicals "Hinterm Horizont" in Berlin ist der Film am Donnerstag, 13. Januar, um 23.30 Uhr, im Ersten zu sehen.

"Wichtig war mir nur, für die vielen Menschen in der DDR zu singen." Damalige Musiker seines Panikorchesters sehen das inzwischen anders. Auch der Film und dessen Autor, der Moderator Reinhold Beckmann, der damals als junger Kameraassistent dabei war, erwecken einen anderen Eindruck.

Jahrelang kämpfte Lindenberg vergeblich um eine Tournee durch die DDR. Kritische Stücke wie "Mädchen aus Ostberlin" und "Sonderzug nach Pankow" verstärkten die Ablehnung im Politbüro. Anfang der 80er-Jahre während der Auseinandersetzungen um Atomraketen lässt die DDR endlich einen kurzen Auftritt zu - bei einem sogenannten Friedenskongress am 25. Oktober 1983.

Aus den Stasi-Akten und Gesprächen mit damals Beteiligten könne nun Wichtiges rekonstruiert werden, sagt Beckmann. "Die eigentliche Geschichte dieses Auftritts ist bis heute nicht erzählt." Der Film zeichnet auch die politische Naivität im Westen, brutale Stasi-Methoden im Osten und einen blauäugigen Musiker dazwischen. "Die Akte Lindenberg: Udo und die DDR",

NDR-Dokumentation, Donnerstag, 13. 1. 2011, 23.30 Uhr, ARD

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