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Filmfest MV : Störenfriede in der Heimat

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ehemalige Kinderdarsteller sehen mit Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase Kinderfilm aus dem Jahr 1952

von
erstellt am 10.Mai.2015 | 20:45 Uhr

Gisela Templin war eigens aus Berlin angereist. Im ersten Defa-Kinderfilm in Farbe – „Die Störenfriede“ – spielte sie 1952 die Friedel, von allen nur Pummelchen genannt. Gemeinsam mit 17 ehemaligen Mitdarstellern und Hunderten Schwerinern sah Gisela Templin gestern Vormittag im fast ausverkauften großen Saal 1 des Festivalkinos Capitol noch einmal den Film, der zu großen Teilen in Schwerin und Babelsberg gedreht wurde. Gestern auch dabei war der Ehrenpreisträger des 25. Filmkunstfestes MV, der Autor Wolfgang Kohlhaase, der damals mit am Drehbuch feilte.

Wie war es, sich nach 63 Jahren auf der Leinwand zu sehen – als Kind? „Ganz lustig“, sagt Gisela Templin. „Die Dreharbeiten waren ein großes Erlebnis in meiner Kindheit. Ich war ein armes Flüchtlingskind. In Schwerin, dieser unzerstörten Stadt, zu leben, war ein Traum. ,Störenfriede‘-Regisseur Wolfgang Schleif hat mir mal gesagt, diese Unversehrtheit Schwerins war auch eine Motivation von ihm, hier zu drehen.“ So sieht man im Film schon in den ersten Szenen Luftbilder von Dom, Paulskirche und Pfaffenteich.

Für Wolfgang Kohlhaase, der den Film gestern zum ersten Mal nach der Premiere 1953 wiedersehen konnte, sind „Die Störenfriede“ vor allem ein Zeitdokument. „Durch die heile Schweriner Welt und den Mecklenburgischen Dialekt der Kinder bekommt der Film seine besondere Authentizität.“ Und weiter: „Ich hätte nie erwartet, dass so viele Leute ins Kino kommen. Dass ich die Kinder von damals kennenlernen durfte, passiert in der Welt auch nicht jeden Tag“, so Kohlhaase. 

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