Festspiele MV : „So ein Stimmvolumen…“

Das Stifterpaar Christine und Prof. Dr. Klaus-Michael Kühne  freut sich gemeinsam mit Sopranistin Olena Tokar (v.r.n.l.) auf das Sängerfest im Herbst 2016.
Das Stifterpaar Christine und Prof. Dr. Klaus-Michael Kühne freut sich gemeinsam mit Sopranistin Olena Tokar (v.r.n.l.) auf das Sängerfest im Herbst 2016.

Die Festspiele MV richten 2016 erstmals ein Sängerfest aus. Sopranistin Olena Tokar wird daran teilnehmen.

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08. August 2015, 08:00 Uhr

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern werden im kommenden Jahr um eine Facette reicher. Im September 2016 wird es innerhalb der Reihe „Junge Elite“ erstmals ein Sängerfest geben, wie Intendant Markus Fein am Donnerstagabend am Rande eines Konzertes in Basthorst bei Schwerin ankündigte. Finanziert von der Klaus-Michael-Kühne-Stiftung, werden vom 1. bis 4. September 2016 sechs junge internationale Gesangstalente in den Wettstreit treten. Dem Sieger oder der Siegerin winken der eigens gestiftete, mit 10 000 Euro dotierte Christine-Kühne-Preis – und wie allen Preisträgern der „Jungen Elite“ ein Auftrittsversprechen für die darauffolgenden Festspielsommer in Mecklenburg-Vorpommern.

Bereits seit neun Jahren unterstützt der Logistikunternehmer mit seiner Stiftung das Klassikfest hier im Land. Seit zwei Jahren gibt es zudem eine Kooperation der Festspiele mit dem ebenfalls von einer Kühne-Stiftung geförderten Musiksommer am Zürichsee. „Mit Sympathie und Hochachtung “ würde er beobachten, wie die Festspielmacher hier trotz begrenzter finanzieller Mittel ein interessantes und abwechslungsreiches Programm entwickeln, so Klaus-Michael Kühne. Für ihn und seine Frau Christine, die ausgesprochene Opernfans seien, wäre es deshalb „charmant“, das Festival in Mecklenburg-Vorpommern zu unterstützen. Weil er wissen wolle, wohin sein Geld fließt, mache er bevorzugt direkte Zuwendungen für bestimmte Ereignisse, betonte Kühne.

So steht denn auch jetzt schon das Gerüst für das Sängerfest im kommenden Jahr. Den Auftakt wird ein Liederabend in Groß Schwansee bilden, bei dem sich die jungen Sängerinnen und Sänger in Klavierbegleitung präsentieren. Außerdem sind zwei Galakonzerte – eines davon in der Wismarer Heiligen-Geist-Kirche – geplant, bei denen die Sänger zusammen mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin unter der jungen Dirigentin Kristiina Poska auftreten werden.

Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Opernstudios in Hamburg und Zürich, erklärte Intendant Markus Fein. Neben künstlerischer Exzellenz werde dabei auch die Persönlichkeit der Sänger eine Rolle spielen, die zu den Festspielen passen müsse – „schließlich streben wir eine nachhaltige Verbindung an“.

Eine Teilnehmerin steht bereits fest: die junge ukrainische Sopranistin Olena Tokar, die schon mehrere internationale Preise gewinnen konnte und die seit 2009 zum Ensemble der Leipziger Oper gehört. Am Donnerstag gab sie in Basthorst eine Kostprobe ihres Könnens – und hängte damit die Messlatte für die übrigen Teilnehmer des Sängerwettstreits extrem hoch.

Gemeinsam mit dem Pianisten Igor Gryshyn gestaltete Olena Tokar einen Konzertabend, der die ganze Bandbreite des Liederrepertoires vom 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts abbildete. „Jung, schlank – und trotzdem so ein Stimmvolumen…“, war Christine Kühne anschließend des Lobes voll. „Wenn Olena Tokar singt, erzählt sie immer auch eine Geschichte“, begeisterte sich auch Festspiel-Intendant Markus Fein für die junge Künstlerin.

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