Die Puhdys im Schweriner Festivalkino Capitol : Sehr vertraut

Noch immer nicht in Rockerrente: die PuhdysKlawitter
Noch immer nicht in Rockerrente: die PuhdysKlawitter

Ein Puhdys-Konzert ist wie nach Hause kommen. Man selbst hat sich draußen in der Welt umgesehen, und wenn man mal wieder daheim vorbeischaut, sind sie immer noch da, die alten Freunde. So wie sie immer da waren.

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03. Mai 2012, 06:46 Uhr

Ein Puhdys-Konzert ist wie nach Hause kommen. Man selbst hat sich draußen in der Welt umgesehen, und wenn man mal wieder daheim vorbeischaut, sind sie immer noch da, die alten Freunde. So wie sie immer da waren, solange du denken kannst. Sie sind ein bisschen älter geworden. Aber du kannst sicher sein, dass sie die alten Geschichten erzählen werden. Und wenn sie gut drauf sind, auch ein paar neue. So fühlt sich ein Puhdys-Konzert an.

Und genau so muss man sich das Unplugged-Konzert der Mannen um Dieter Maschine Birr am Mittwoch Abend im Festivalkino Capitol vorstellen. Sie spielten alte und neue Songs, "Königin", "Wenn Träume sterben", "Was bleibt", "Denke ich an Deutschland", auch die noch älteren wie "Perlenfischer", "Hiroshima" oder "Das Buch".

Dass zum Schluss des Konzertes bei "Alt wie ein Baum", "Wenn ein Mensch lebt", "Geh zu ihr" oder "Lied für Generationen" keiner im Saal mehr saß, wird niemanden überraschen.

Da war es dann nur konsequent, im Anschluss den Film zu zeigen, in dem diese Titel eine tragende Rolle hatten - "Die Legende von Paul und Paula". Zumal der Paul, Winfried Glatzeder, Gast des Filmkunstfestes ist und sich nach dem Film leibhaftig den Fragen des Publikums stellte.

Seit 43 Jahren touren die Puhdys nun schon durch die Lande. Seit 43 Jahren können sie sich auf treue Fans verlassen (Maschine: "Das ist ja nicht normal."). Erstaunlich nur, dass selbst die Kinder der alten Fans unter den Zuschauern so textsicher wie die Alten sind.

Natürlich ließ Dieter Birr mit seiner Berliner Schnauze keine Gelegenheit aus, seine Bandkollegen mit der Zahl 43 zu konfrontieren. Peter Meyer wurde gar mit dem Lied "Lebt denn der alte Holz-Meyer noch?" vorgestellt.

Nach dem Ende ihrer Akustik-Tour bastelt die Band nun weiter am neuen Album. Die ersten Titel klingen, wen wunderts, pathetisch, geradlinig, nostalgisch - und fühlen sich wieder sehr vertraut an.

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