Interview: Bert Tischendorf : Schwerin bleibt sein Heimathafen

Der Schauspieler Bert Tischendorf
Der Schauspieler Bert Tischendorf

Bergdoktor, Ermittler, Liebhaber: Der gebürtige Schweriner Bert Tischendorf erobert von Berlin aus die Herzen der Zuschauer.

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18. Juni 2015, 21:00 Uhr

Geboren in Schwerin, legte Bert Tischendorf am hiesigen Sportgymnasium 1998 sein Abitur mit Bestnoten ab, schlug ein Medizinstudium aus und ging zum Film. Nicht nur in der „Wanderhure“ brillierte der 35-Jährige mit seinem schauspielerischen Talent, sondern agierte bereits vielfach in Fernsehserien – derzeit ist er im ZDF in „Letzte Spur Berlin“ zu sehen. Heute Abend läuft Folge 11 „Verwandelt“. Redakteurin Katja Müller sprach mit dem Wahl-Berliner über seine Heimat und Pläne.

Sie sind mittlerweile viel rumgekommen. Wie viel Schweriner Jung’ steckt noch in Ihnen?
Ganz viel. Ich bin ein Fischkopp. Ein Nordkind. Ich mag Schwerin sehr und war erst am Wochenende wieder dort. Ich habe es sehr genossen, denn den kleinen Fluss hier in Berlin kann man nun nicht wirklich Wasser nennen. (lacht)

Wann kommen Sie wieder in die Landeshauptstadt?
Das wird sicher sehr bald der Fall sein. Allerdings nicht speziell zu Stadtfesten. Lediglich der Weihnachtsmarkt ist immer gesetzt. Da bin ich sehr gern mit meiner Familie. Doch bis das so weit ist, werde ich noch oft in die Heimat kommen.

Sie haben vor dem Schauspielstudium zunächst Medizin studiert. Was gab den Ausschlag für den Wechsel?
Das mit der Medizin hat viel mit einer gewissen ,Lust an Wissen’ oder ,Lust an Fähigkeiten’ zu tun. Ich mag es,
mich mit Sachen aus verschiedensten Bereichen auseinanderzusetzen. Es gibt kaum etwas, was mich nicht
interessiert. Damals war einfach die Lust zum Schauspielern größer und deshalb habe ich mich dafür entschieden.

Bis heute gab es mit Ihnen viele erfolgreiche Fernsehproduktionen und Kinofilme. Packt Sie nun auch mal wieder die Lust, auf einer Theaterbühne zu stehen?
Ehrlich gesagt: Nein. Denn ich habe mich gerade erst wieder neu in die Kamera – das Drehen verliebt. Theater spielt momentan keine Rolle.

In welcher Rolle werden Sie demnächst zu sehen sein?
Jetzt läuft an diesem und nächsten Freitag noch einmal „Letzte Spur Berlin“ im ZDF, und ich habe vor Kurzem eine Episodenhauptrolle bei „Soko Köln“ fertig gedreht. Dann geht es bald mit „Letzte Spur Berlin“ weiter. Zwölf Folgen werden bis Weihnachten gedreht und dann Anfang 2016 ausgestrahlt.

Schwimmen bestimmte einen Großteil der Freizeit in Ihrer Jugend. Auf der Leinwand waren Sie beim Reiten und Bogenschießen zu sehen. Wo lernt man das?
Reiten habe ich beispielsweise in Schwerin gelernt. Die Grundlagen. Man bekommt natürlich auch vor dem Drehen Unterricht, das meiste muss man sich schon selbst aneignen.

In Fernsehproduktionen wie beispielsweise ,Alarm für „Cobra 11“ geht es oft rasant zu – gab es schon mal Unfälle am Set?
Die gab es. Zum Glück waren es aber nur leichte Verletzungen: Prellungen, Schürfwunden. Das passiert und heilt auch wieder.

Was würden Sie gern noch erlernen oder können?
Ich kann zum Beispiel nicht surfen, auch kein Instrument spielen. Aber ich habe jetzt mit dem Fallschirmspringen angefangen. Allerdings muss dieses Hobby ruhen, denn es ist zu gefährlich. Leider.

Wann ist dann der nächste Fallschirmsprung?
Frühstens nächstes Jahr. Wenn alle Serien abgedreht sind.

In welche Rolle möchten Sie noch schlüpfen?
Puh. Da gibt es keine bestimmte. Ich mag körperliche Rollen und spannende Charaktere. Zuletzt habe ich einen Toyboy gespielt. Das war auch amüsant.

Welcher Schauspielerkollege hat Sie besonders beeindruckt oder mit wem würden Sie gern gemeinsam vor der Kamera stehen?
Es gibt so viele großartige Kollegen. Mit Bud Spencer oder auch mit Ryan Gosling würde ich gern mal zusammen drehen.

Wie schaut es privat aus – wann läuten die Hochzeitsglocken? Ist Nachwuchs geplant oder unterwegs?
Das kann ich nicht sagen. Nur so viel: Ich lebe mit meiner Freundin zusammen, wir sind auch vor wenigen Monaten in eine gemeinsame Wohnung gezogen.

Was machen Sie heute um 21.15 Uhr?
Ich gehe essen. Es ist schon ein Ritual. Immer wenn ich im Fernsehen zu sehen bin, dann reserviere ich genau zu der Zeit einen Tisch in einem netten Restaurant und gehe mit meiner Freundin essen. Das mache ich auch an diesem Freitag wieder so.

Die letzten Folgen der aktuellen Staffel von „Letzte Spur Berlin“ werden heute (19. 6.) und am 26. Juni jeweils um 21.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

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