„Klein gegen groß“ : Schüler gegen Tatort-Kommissare

Spielen Solo-Halma gegen zwei Schüler: (v. l.) Axel Prahl und Dietmar Bär
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Spielen Solo-Halma gegen zwei Schüler: (v. l.) Axel Prahl und Dietmar Bär

Zwei Kinder aus dem Torgelower Internat messen sich in der ARD-Show „Klein gegen Groß“ beim Solo-Halma mit Axel Prahl und Dietmar Bär

svz.de von
27. Dezember 2013, 12:00 Uhr

Zwei Torgelower Schüler haben die „Tatort“-Kommissare Axel Prahl und Dietmar Bär zum Duell herausgefordert. Für die morgen (28. Dezember) ausgestrahlte ARD-Show „Klein gegen Groß“ bereiteten die 12-jährige Flora und der 13-jährige Jakob dem Münsteraner und dem Kölner Fernseh-Ermittler einiges an Kopfzerbrechen. Während die beiden Schauspieler mit Blick auf die Kugeln versuchten, beim bekannten Brettspiel Solo-Halma zum Ziel zu kommen, gingen die beiden Kinder die Aufgabe abwechselnd und mit verbundenen Augen an.

31 Sprünge braucht es, um beim 300 Jahre alten Solo-Halma, das auch Solitär genannt wird, mit jeweils einem Spielstein über einen benachbarten zu springen und diesen vom Brett zu entfernen. Am Ende darf nur ein Stein übrig bleiben und er muss auf jenem Platz landen, der am Anfang frei war. Da es 33 mögliche Anfangsfelder gibt, haben sich Flora und Jakob auf 33 Lösungen vorbereitet. Bei der Generalprobe in der Schulaula des Internats vor ihren 250 Mitschülern hat das Anfang Dezember hervorragend funktioniert, berichtet Steffen Bütow, der Sprecher der Schule. Wie das Duell vor laufenden Kameras bei der Aufzeichnung in Berlin ausgegangen ist, wollte er nicht verraten. „Die beiden waren sehr aufgeregt“, erzählt Bütow. Schließlich hat die Sendung mit Moderator Kai Pflaume im Durchschnitt fünf Millionen Zuschauer.

Auf die Idee, sich intensiv mit Solo-Halma zu beschäftigen, sind Flora und Jakob in ihrer Freizeit im Internat gekommen. Aus dem Spiel gegeneinander wurde bald der Versuch, gemeinsam für jeden möglichen Startplatz mindestens eine Lösung zu finden – was den beiden schnell gelang. Seit April haben Flora und Jakob die verschiedenen Varianten trainiert und sich eingeprägt. Dennoch sei dies kein unfairer Vorteil gegenüber Prahl und Bär gewesen, beteuert Schulsprecher Bütow. Gerade Prahl sei seit langem ein gewiefter Solo-Halma-Spieler. Flora (Lieblingsfächer Sport und Biologie) stammt aus Essen und lebt seit zwei Jahren im Torgelower Internat. Jakob (Englisch und Sozialkunde) kommt aus Stralsund. Er ist seit einem Jahr an der Schule. Inzwischen haben sich die beiden wieder anderen Freizeitbeschäftigungen zugewandt. Den „Tatort“ zu schauen gehört in der Regel nicht dazu. Schulsprecher Bütow: „Die Sendung läuft zu spät für die Kinder. Um 7.30 Uhr beginnt am nächsten Tag der Unterricht.“

Gedächtnistraining spielt am Torgelower Internat eine große Rolle und hat schon manchen Schülern erfolgreiche Fernsehauftritte beschert. 2007 schafften es zwei Schüler, bei „Wetten, dass?“ 500 Städte in eine leere Deutschlandkarte einzutragen. Zwei Jahre später bewiesen fünf Torgelower Kinder, dass sie anhand von kleinen Bildausschnitten 1000 berühmte Ölgemälde mit ihren Malern und dem Entstehungsjahr benennen konnten. 2011 punktete eine 15jährige mit den 500 Haltepunkten des Fernstreckennetzes der Deutschen Bahn bei „Deutschlands Superhirn“. Später beeindruckte ein Mitschüler mit dem Rezitieren von 100 Gedichten des Komikers Heinz Ehrhardt.


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