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Güstrow : Schüler-Doku über Domschule

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Malte Pell dreht Film als besondere Lernleistung fürs Abitur / Ersetzt damit seine Matheprüfung

Für Schüler des Güstrower John-Brinckman-Gymnasiums gibt es im Abitur die Möglichkeit, in einem Fach keine Prüfung zu schreiben, sondern stattdessen eine „besondere Lernleistung“ nach eigener Wahl zu präsentieren. Genau für diesen Weg entschied sich Malte Pell. Der 17-Jährige dreht einen Dokumentarfilm über die Geschichte der Domschule und ihre Sanierung. Anlässlich ihrer Einweihung als Haus drei des Gymnasiums will er den vorstellen, anstatt eine Mathematik-Prüfung zu schreiben.

„Hauptsächlich geht es darum, darzustellen wie sie jetzt bei der Sanierung und Renovierung alte und neue Elemente miteinander verbunden haben. Die Schule ist schließlich das älteste Schulgebäude ganz Mecklenburgs und deshalb haben die von der Baufirma gewisse Auflagen, was davon original gelassen werden muss, wegen des Denkmalschutzes und was abgerissen werden darf“, erklärt Malte. Viel Zeit verbrachte Malte auf der Baustelle und filmte, was sich ihm in den Weg stellte. In seinem Film möchte er außerdem Interviews mit Menschen einbauen, die ihm etwas über die Geschichte des Hauses und dessen Sanierung erzählen können. Das sind z.B. der Bürgermeister, Schulleiter Helmut Hickisch oder natürlich auch Petra Langkau vom Stadtentwicklungsamt, die das Projekt Domschule betreut. „Frau Langkau hat die Oberaufsicht in diesem Projekt und sie hat mir alle Räume schon vorab gezeigt. Das wird, wenn es fertig ist, ein richtig schönes Gebäude“, schwärmt der Zwölftklässler schon jetzt.

Nun ist es nicht leicht, in einem Film alle wichtigen Dinge zu nennen und doch den Streifen interessant und nicht zu langwierig wirken zu lassen, denn es gibt ja doch eine Fülle an Informationen. Malte: „Ich war schon bei der Bibliothek, wo mir 108 verschiedene Quellen gegeben wurden, die sich mit der Domschule befassen, wo ich zurzeit noch dabei bin, das Wichtigere vom Unwichtigeren zu trennen. Außerdem betreut Geschichts- und Kunst-Lehrerin Irene Heinze mein Projekt. Mit ihr geh’ ich auch nochmal ins Stadtarchiv, wo sie wahrscheinlich noch mehr Quellen zur Domschule haben werden.“

Wer jetzt denkt, das wäre wenig Arbeit und wesentlich leichter, als eine Prüfung zu schreiben, liegt falsch. „Es ist ja nicht nur der Film, den ich drehen muss. Dazu gehören auch noch eine Hausarbeit und die Verteidigung des Projekts. Am Ende hoffe ich, dass es ein schöner Film wird“, so Malte Pell.



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