Fritz-Reuter-Bühne : Plattdeutsch trifft auf Hochdeutsch

Dramaturgin Ulrike Stern
Dramaturgin Ulrike Stern

Morgen Premiere der Operette „Der Vetter aus Dingsda“ an der Fritz-Reuter-Bühne Schwerin

von
12. November 2015, 12:00 Uhr

Mit dem musikalischen Lustspiel „Der Vetter aus Dingsda“ bringt die Fritz-Reuter-Bühne morgen ihre erste und größte Produktion der neuen Spielzeit in Platt- und Hochdeutsch auf die Bühne des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin. Die aufwändige Inszenierung von Eduard Künnekes Klassiker wird in der Regie von Jörg Schade ausschließlich im Großen Haus gespielt. Lisa Schick sprach mit der Dramaturgin Ulrike Stern.

Die Fritz-Reuter-Bühne ist vor allem für ihre plattdeutschen Inszenierungen bekannt. Warum spielen sie denn diesmal eine Operette?

Wir haben damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht und es ist nicht das erste Mal, dass die Fritz-Reuter-Bühne eine Operette auf die Bühne bringt. Dieses Genre bietet leichte Unterhaltung und mit unserem Schauspielensemble haben wir die Chance, Charaktere noch überzeugender darzustellen. „Der Vetter aus Dingsda“ wird als musikalisches Lustspiel umgesetzt, wobei wir gesungene Passagen teilweise in Dialoge gewandelt haben, um die Pointe verständlicher zu machen.

Werden auch Ensemblemitglieder singen?
Wir haben in der Produktion vier musikalisch hervorragend ausgebildete Gäste. Aber natürlich werden auch unsere Schauspieler Gesangseinlagen bieten, die auf ihre Figuren abgestimmt sind. Auch die fünfköpfige Kapelle variiert den Musikstil, zum Teil fällt dieser jazziger aus.

Eine Operette auf Platt- und Hochdeutsch. Wie darf man sich das vorstellen?
In unserer Fassung sind der Onkel und die Tante von Julia sowie deren Angestellter von plattdeutscher Herkunft. Im Zusammenspiel mit den anderen Figuren, die diese Sprache nicht verstehen, entstehen oft wunderbar komische Momente. Insgesamt wird jedoch überwiegend auf Hochdeutsch gesungen und gesprochen.
 

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