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Landgestüt Redefin : Pferde, Picknick, Brahms

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Geigerin Julia Fischer bei letztem Picknick-Konzert in Redefin gefeiert

Die Geigerin Julia Fischer hat beim dritten Picknick-Pferde-Sinfonie-Konzert den Schlusspunkt der Saison im Landgestüt Redefin gesetzt und mit ihrem Spiel einmal mehr das Publikum begeistert. Etwa 2000 Konzertbesucher in der Reithalle feierten am Sonnabend die Solistin, die seit Beginn ihrer Karriere den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern die Treue hält.

Für die gefühlvolle Interpretation des Violinkonzerts von Johannes Brahms erntete die 31-Jährige lang anhaltenden Applaus und Bravorufe. Festivalintendant Markus Fein hatte zu Beginn des Konzerts an den ersten Auftritt der damals 14-Jährigen erinnert, mit dem sie den Solistenpreis im Nachwuchswettbewerb „Junge Elite“ gewann. Seither ist Fischer fast jedes Jahr Gast der Festspiele, denen sie 2007 als „Preisträgerin in Residence“ in besonderer Weise ihren Stempel aufdrückte. „Sie ist in der ganzen Welt aufgetreten, aber sie bleibt unsere Julia Fischer“, sagte Fein.

Die Vielzahl ihrer Gastspiele im Nordosten machte die Geigerin selbst deutlich, als sie vor Zugabe sagte: „Es ist schwer, etwas zu finden, das ich noch nie gespielt habe bei den Festspielen.“ Begleitet wurde Fischer in Redefin von der Dresdner Philharmonie unter Leitung ihres Chefdirigenten Michael Sanderling. Mit dem renommierten Orchester arbeitete die Künstlerin in der vorigen Spielzeit eng zusammen, eine gemeinsame Tournee führte sie bis nach Asien. In Redefin spielten die Philharmoniker im Anschluss an das Violinkonzert Beethovens 7. Sinfonie und wurde vom Publikum mit lautstarkem Beifall bedacht. Angetrieben von den energiegeladenen Gesten des jungen Dirigenten lief das Orchester zur Hochform auf und machte mit kraftvollem Spiel die akustischen Unzulänglichkeiten der Reithalle vergessen.

Das historische Landgestüt in Südwestmecklenburg zählt seit Jahren zu den Publikumsmagneten der Festspiele MV.

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