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Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin in der Krise : Orchestervereinigung schlägt Alarm

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Konkurs für das Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin? Nach Auffassung der Deutschen Orchestervereinigung könnte dies bald Wirklichkeit werden.

svz.de von
erstellt am 04.Nov.2011 | 12:54 Uhr

Mit dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin könnte nach Auffassung der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) erstmals in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik ein Staatstheater in den Konkurs geschickt werden.
DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens sagte am Donnerstag in Berlin: "Das Staatstheater ist gegenwärtig unterfinanziert und könnte die Dezember-Gehälter 2011 womöglich nicht mehr zahlen." Das Theater hat 320 Beschäftigte. Das Land Mecklenburg-Vorpommern halte seinen Zuschuss für alle Theater und Orchester bei 35,8 Millionen Euro eingefroren. Der Orchestervereinigung zufolge macht Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) die ursprünglich vom Land an die Stadt in Aussicht gestellten Soforthilfen von weiteren Strukturveränderungen abhängig. "Mit anderen Worten: Das Land will die Stadt als Gesellschafterin des Staatstheaters erpressen, weiteres Personal abzubauen, Sparten zu schließen oder gar mit dem Volkstheater Rostock und der Norddeutschen Philharmonie zu fusionieren", erläuterte Mertens. Er befürchte die Insolvenz des Theaters und der Mecklenburgischen Staatskapelle schon am 9. November, dem 22. Jahrestag des Mauerfalls.

An diesem Tag tritt der Aufsichtsrat der Staatstheater GmbH zu einer Sitzung über die drohende Zahlungsunfähigkeit zusammen. Die Insolvenz wäre bundesweit der "GAU, der Größte Anzunehmende Unfall" für alle Theater und Orchester, sagte Mertens.

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