Oberste Denkmalschützerin

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07. Januar 2011, 10:22 Uhr

Bonn/Wismar | Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wird seit gestern von der früheren Wismarer Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken (63) geleitet. Auf einer Vorstandssitzung übernahm sie jetzt offiziell den Vorsitz von Gottfried Kiesow (79), wie eine Sprecherin der Stiftung in Bonn sagte. Kiesow, der die Stiftung 1985 nach dem Vorbild des National Trust in Großbritannien mitgegründet hat, wechselt ins Kuratorium. Dort löst er Bernhard Servatius als Vorsitzenden ab.

Die SPD-Politikerin Wilcken hatte im Juli 2010 nach 20 Jahren ihren Bürgermeisterposten aufgegeben. In ihrer Amtszeit wurde die im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte St.-Georgen-Kirche in Wismar wiederaufgebaut. Die Hälfte der Aufbaukosten von 40 Millionen Euro trug die Stiftung. Wismar steht zusammen mit Stralsund auf der Unesco-Welterbeliste, die Aufnahme in die renommierte - und fördergeldträchtige - Auswahl fand während Wilckens Zeit als Bürgermeisterin statt. Seit 1997 saß Wilcken außerdem bereits als Mitglied im Vorstand der Stiftung Denkmalschutz und wurde im vergangenen Jahr als künftige Vorsitzende nominiert und designiert. Die Stiftung hat den Denkmalschutz in Mecklenburg-Vorpommern seit 1990 mit insgesamt mehr als 61 Millionen Euro gefördert. Allein im vergangenen Jahr flossen knapp eine Million Euro in Projekte im Nordosten. Dazu zählten die Marienkirchen in Stralsund und Rostock sowie Schloss Bothmer bei Klütz.

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