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Schlossfestspiele Schwerin : Nabucco betritt die große Bühne

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute ist Premiere: Georg Rootering entschlüsselt für die Schweriner Schlossfestspiele Verdis Chiffren

Was reizt einen Regisseur daran, eine viel gespielte, populäre Oper zu inszenieren? Georg Rootering, der bei den Schlossfestspielen Verdis „Nabucco“ auf die Bühne bringt, hat die Antwort sofort parat: „Dieses Stück hat eine große und aktuelle Botschaft. Es ist eine fulminante Oper, die von einem jungen Komponisten geschrieben wurde, der damit Berühmtheit erlangte und die einen Chor hat, der zu einer Hymne wurde, zu einem Synonym für das Streben nach Freiheit.“ Außerdem sei „Nabucco“ eine echte Herausforderung. „Dieses Stück ist schwierig zu lösen für einen Regisseur“, gibt er gern zu. „Verdi arbeitet sehr knapp und präzise, mit Chiffren und Bildern. Das möchte ich in meiner Inszenierung so umsetzen, dass es den Opernbesuchern in Erinnerung bleibt.“

Gerade dafür sei der Alte Garten die optimale Aufführungsstätte. „Um Verdis Metaphern in dieser Oper gerecht zu werden, will ich die beiden gegensätzlichen Welten in ein Verhältnis zueinander bringen. Denn hier prallen zwei gigantische Kräfte aufeinander. Dazwischen befindet sich die Spielfläche, auf der die Hauptfiguren des Stücks zerrieben werden zwischen den Blöcken.“ Er hoffe, so bedeutungsvolle Ereignisse wie Vertreibung und Unterdrückung, Hoffnung und Befreiung in sinnfälliger Form bildhaft machen zu können. Deshalb arbeite er mit einem so gewaltigen, eindrucksvollen Bühnenbild. „Ich will erreichen, dass das Stück mit dem Raum korrespondiert, dass es mit dem Platz, mit den umliegenden Bauwerken in Beziehung tritt. Es ist eine großartige Musik. Die muss sich entfalten können.“

Dabei hilft ihm Bühnenbildnerin Romaine Fauchère, die für den szenischen Raum verantwortlich zeichnet. „Ich sehe, dass viele Leute auf dem Alten Garten stehen bleiben und schauen, sich interessieren. Das ist schön. Wir brauchen Begeisterung. Dann treffen wir das Publikum“, so die Schweizerin. Die Größe des Bühnenbildes erklärt sie so: „Es ist fast unmöglich, es kleiner zu machen. So ist das Stück. ,Nabucco‘ eine große Oper. Und große Musik braucht Raum.“

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