zur Navigation springen

Krimi : Mordgeschichten von der Insel Usedom

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Reiseführerin Elke Pupke schreibt gerade an ihrem dritten Kriminalroman

Wieviel Morde hat es in Bansin schon gegeben? Das möchte wohl jeder Fan von Elke Pupke wissen. Schließlich hat die Autorin in zwei Büchern jede Menge Usedomer über die Klinge springen lassen. „Im Februar ist ein Skelett im Gothensee gefunden worden“, erinnert sich die hauptamtliche Reiseführerin. Bei dem Skelett soll es sich um einen 38-jährigen Mann aus der Slowakei gehandelt haben. Die Identität sei zweifelsfrei festgestellt worden, teilte die Polizei später mit. Spuren von Gewalteinwirkung gab es nicht. Ein klassischer Selbstmord wahrscheinlich. Eher kein Stoff für einen Ostsee-Krimi.

Krimiautorin Pupke neigt in ihren Büchern nicht zu dramatischer Darstellung von Gewalt. Am dritten Roman schreibt sie gerade. Und findet eher eine vorpommersche Miss Marple passend als Ermittlerin auf Usedom. „Ich lese ja selbst gern Agatha Christies Bücher“, bekennt sie. Von den aktuellen TV-Kriminalisten mag sie Thiel und Börne vom „Tatort“ aus Münster.

Die Heldin von Elke Pupke ist noch einmal von ganz anderem Kaliber. „Tante Berta ist Wirtin in Bansin und kennt jeden“, erklärt Pupke. Die Figur ist frei erfunden, wie alle anderen Personen im Roman. Kein Insulaner muss befürchten, als lebendige oder tote Vorlage für die Ostsee-Krimis herhalten zu müssen. Die von Elke Pupke spielen allerdings bislang ausschließlich an originalen Schauplätzen im Kaiserbad. „Mein eigentlicher Plan war ja eine Mischung aus Sachbuch und Krimi“, verrät die 1954 in Bansin geborene Schriftstellerin.

Schreiberfahrung hatte sie bereits mit touristischen Texten und Artikeln in der Lokalzeitung gesammelt. Als im Winter nicht so viel zu tun war, setzte sie sich vor ihren Computer und schrieb einfach drauflos. „Am Anfang spielte die Geschichte noch an einem erfunden Ort namens Seedorf“, erzählt sie aus ihrer Krimi-Werkstatt. Doch es gab diesen Ort – immerhin gleich 15-mal in Deutschland. Ihr Lektor beim Rostocker Hinstorff-Verlag habe dann geraten, gleich den gut bekannten Heimatort zum Schauplatz des Verbrechens zu machen. Das Echo auf ihre Geschichten fiel bei Verlag und Lesern bislang jedenfalls durchweg positiv aus.

zur Startseite

von
erstellt am 14.Apr.2014 | 11:50 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen