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Theater-Neubau in Rostock vereinbart : Latchinian kann im Amt bleiben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rostocker Bürgerschaft votiert für Intendanten / Theater-Neubau beschlossen

Für die Zukunft des Volkstheaters Rostock sind die Weichen neu gestellt worden. Die Bürgerschaft der Hansestadt sprach dem umstrittenen Intendanten Sewan Latchinian erneut das Vertrauen aus. Er kann im Amt bleiben. Zudem schlossen die Stadt Rostock und das Land Mecklenburg-Vorpommern gestern  eine Zielvereinbarung über den Neubau des Volkstheaters.

Die Bürgerschaft wies gestern Abend  in ihrer Sitzung mehrheitlich den Widerspruch des OB gegen die Rücknahme der Kündigung Latchinians ab. Dem Intendanten war Ende März vom Hauptausschuss der Bürgerschaft fristlos gekündigt worden. Grund war ein Vergleich der MV-Theaterpolitik  mit Kulturzerstörungen der Terrormiliz Islamischer Staat. Latchinian war auch kritisiert worden, weil er sich gegen den Beschluss des Parlaments zur Schließung der Sparten Musik- und Tanztheater gewandt hatte. Die Bürgerschaft hatte die Kündigung zurückgenommen. Dagegen war wiederum Oberbürgermeister Methling in Widerspruch gegangen – und nun gescheitert.

Unter dem Motto „Wir haben den Hut auf“ hatten vor der Sitzung mehrere hundert Bürger für den Erhalt des Volkstheaters mit vier Sparten sowie für den Verbleib des Intendanten demonstriert.

In Sachen Theater-Neubau kündigte OB Methling  an, sofort mit der Umsetzung der geplanten Ziele zu beginnen. „Der finanzielle Rahmen beinhaltet, dass das Theater 40 bis 50 Millionen Euro kostet.“ Das Land werde gemäß der Vereinbarung die Hälfte der Kosten tragen. Sofern notwendig, werde die Stadt Rostock die entsprechenden Kreditgenehmigungen bekommen.

Kulturminister Mathias Brodkorb (SPD) sprach von einer politischen Grundsatzentscheidung.  Der Minister erinnerte daran, dass bereits seit 20 Jahren über einen Theater-Neubau  gesprochen werde. „Das ist wahrscheinlich die letzte Chance“, betonte Brodkorb unter Verweis auf die auslaufenden Solidarpaktmittel. Er äußerte die „dringende Bitte“ an die Bürgerschaft, diese Chance nun zu ergreifen.

Das Stadtparlament beschloss, das Theater nicht – wie von Methling favorisiert – am Stadthafen zu errichten, sondern am Bussebart im Stadtzentrum. Der Standort sei leichter erreichbar und besser mit dem Weihnachtsmarkt vereinbar.

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