Rostock : Kunsthalle erfolgreich wie nie

Die Schau über die Olsenbande lockte sogar Besucher aus Skandinavien in die Kunsthalle. „Das war wirklich ein Glücksgriff“, so Jörg-Uwe Neumann.
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Die Schau über die Olsenbande lockte sogar Besucher aus Skandinavien in die Kunsthalle. „Das war wirklich ein Glücksgriff“, so Jörg-Uwe Neumann.

70 000 Besucher kamen vergangenes Jahr ins Kunstmuseum in Rostock. Schau über die Olsenbande am Beliebtesten

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17. Januar 2016, 21:00 Uhr

Die Rostocker Kunsthalle fristete abseits vom Stadtzentrum lange ein eher bescheidenes Dasein. Das hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert: Mit mehr als 70   000 Besuchern war das vergangene Jahr für die Kunsthalle Rostock das erfolgreichste seit 1990.

Dabei zog die Schau über die Olsenbande mit rund 20  000 die meisten Besucher an, sagte Betreiber Jörg-Uwe Neumann. Aus ganz Deutschland und auch aus Skandinavien seien die Menschen nach Rostock gekommen. „Das war wirklich ein Glücksgriff“, sagte er.

Neumann hatte die Kunsthalle im Jahr 2009 übernommen. Damals seien jährlich nur rund 30  000 Besucher in den einzigen Neubau eines Kunstmuseums zu DDR-Zeiten gekommen. Trotz der dezentralen Lage zähle die Halle inzwischen zu den besucherstarken Kunstmuseen in deutschen Großstädten, sagte Neumann.

Eines der Highlights des Jahres 2016 werde im Sommer die Schau „Der geschundene Mensch“ von Günter Uecker sein. Zur Eröffnung werde der heute 85-jährige Künstler in Rostock erwartet. Im September folge dann eine Ausstellung mit Werken von Markus Lüpertz und Andreas Mühe. Beide zählen zu den bekanntesten deutschen Künstlern.

Große Erwartungen knüpfte Neumann an das für das Jahr 2018 geplante Schaudepot. In  dem rund 4,5 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau sollen die Kunstschätze der Stadt gelagert werden, die bislang in diversen Räumlichkeiten verschlossen sind. In dem Depot werden sie dann für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Ausstellungen der Jahres 2015, die bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt haben, waren „Zentrifuge“ von Norbert Bisky, die Werkschau von Feliks Büttner, der den bekannten Kussmund für die Aida-Kreuzfahrtschiffe erfunden hat sowie die noch laufende Schau des britischen Fotografen Rankin. Seine ausdrucksstarken Porträts und die Aufnahmen von Superstars in expressiven, oft humorvollen Posen zierten bereits unzählige Cover verschiedener Zeitschriften.Von besonderer Bedeutung für die Hansestadt sei die Hobbykunst-Ausstellung „Rostock kreativ“, die in eineinhalb Wochen rund 13 000 Besucher angezogen habe.

Im Sommer hätten sich viele Urlauber insbesondere aus Sachsen gefreut, so viele Werke von Arno Rink, einem zentralen Vertreter der Leipziger Schule, zu sehen, sagte Neumann.

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