Kultur im Thronsaal gefeiert

Ministerpräsident Erwin Sellering und Kultusminister Henry Tesch überreichten den Kultur-Förderpreis an  Anja Franziska Scharsich.Reinhard Klawitter
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Ministerpräsident Erwin Sellering und Kultusminister Henry Tesch überreichten den Kultur-Förderpreis an Anja Franziska Scharsich.Reinhard Klawitter

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07. Dezember 2010, 11:42 Uhr

Schwerin | Die Kultur hielt gestern Hof im Thronsaal des Schweriner Schlosses und wurde fürstlich gefeiert. Ministerpräsident und Kultusminister verliehen den mit 10 000 Euro dotierten Landeskulturpreis 2010 an Hasso Hartmann, den langjährigen Künstlerischen Leiter des Filmkunstfestes Schwerin, und den Kulturförderpreis (5000 Euro) an Dr. Anja-Franziska Scharsich als Leiterin des Literaturhauses "Uwe Johnson" in Klütz.

"Hasso Hartmann hat in seinen 15 Jahren als Künstlerischer Leiter das Festival maßgeblich geprägt, gestaltet und gezeigt, dass beides gleichzeitig geht: anspruchsvoll und erfolgreich", so Ministerpräsident Erwin Sellering. "Hartmanns Ziel war es, den Filmen jenseits vom Pop-Corn-Kino ein Podium zu bieten. Er hat das Filmkunstfest in der Filmszene etabliert und damit viel für das Land Mecklenburg-Vorpommern getan."

Der bekannte Schauspieler Thorsten Merten zitierte in seiner Laudatio Knut Elstermann, einen der bekanntesten deutschen Filmkritiker: "Hasso Hartmann ist für mich ein vollendeter, warmherziger, filmbesessener Impressario, dem es vor allem um die Kunst und die Künstler geht und der mit einer unglaublichen Überzeugungskraft für sein Festival zu werben verstand."

Der Kieler Literaturwissenschaftler Rainer Paasch-Beeck würdigte in seiner Laudatio die Arbeit von Anja-Franziska Scharsich, die seit 2006 in Klütz gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Helfern das Literaturhaus "Uwe Johnson" in einem ehemaligen Speicher zu "einem weißen Turm" entwickelt habe, der weit über die Region bis nach Schleswig-Holstein hinaus ausstrahle. Das Literaturhaus beherbergt neben der weltweit ersten Dauerausstellung zum Schriftsteller Uwe Johnson auch die Stadtinformation und Stadtbibliothek der Stadt Klütz. Das Literaturhaus hat es sich vor allem zur Aufgabe gemacht, das literarische Erbe des in Güstrow aufgewachsenen Schriftstellers Uwe Johnson zu repräsentieren und von seiner Verbundenheit zu seiner mecklenburgischen Heimat zu erzählen.

Am Rande der Feierstunde wurde bekannt, dass im Fritz-Reuter-Jahr 2010 auch andere Preisträger im Gespräch waren. Doch sowohl Regierung als auch Mitglieder des Kulturbeirates, die dem Ministerpräsidenten Preisträger vorschlagen, zeigten sich gestern gegenüber unserer Redaktion davon überzeugt, dass zwei würdige Kandidaten geehrt wurden.

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