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Festspiele MV starten in letzte Saison vor dem Intendanten-Wechsel : Klassik-Festival legt eine Schippe drauf

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Als Hochkultur-Event haben sich die Festspiele MV mit ihrer Mischung aus Weltklasse-Musikern, jungen Talenten und besonderen Spielstätten noch nie verstanden und doch wird es in dieser Saison ungewohnte Töne geben.

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erstellt am 04.Feb.2013 | 07:27 Uhr

Schwerin | Als steifleinenes Hochkultur-Event haben sich die Festspiele MV mit ihrer Mischung aus Weltklasse-Musikern, jungen Talenten und außergewöhnlichen Spielstätten noch nie verstanden - und in dieser Saison wird es erst recht ungewohnte Töne geben. Matthias Schorn, Klarinetten-Virtuose und Preisträger in Residence, injiziert dem Klassik-Festival einen gehörigen Schuss Volksmusik. "Als Preisträger in Residence habe ich ja die Aufgabe und Verantwortung, ein bisschen einen roten Faden in das Programm zu bringen", sagte Schorn gestern bei der Vorstellung des endgültigen Spielplanes. Und diesen roten Faden "habe ich versucht mit der Volksmusik zu finden". Dabei geht es nicht um Herzilein-Gedudel, sondern um die Begegnung von authentischer Volksmusik und höchstem musikalischen Können. Wie das aussehen kann, demonstrierte Schorn gemeinsam mit Daniel Hope, Violinist von Weltrang und Künstlerischer Direktor der Festspiele: Das Duo spielte das auf Tiroler Volksmusikmotiven basierende Duett "Almweißedelrausch". "Matthias Schorn ist als Preisträger in Residence genau die richtige Art Künstler - er kocht vor Ideen", sagte Hope, der selbst mehrfach mit Schorn auftreten wird. Auch beim Crossover-Projekt des Klarinettisten mit der BigBand der Volksoper Wien.

115 Konzerte in 79 Spielstätten gibt es in diesem Jahr bei den Festspielen MV. "Es wird wieder ein Jahr, in dem wir alle Erwartungen erfüllen", versprach Intendant Matthias von Hülsen, der ebenso wie Daniel Hope nach dieser Saison den Stab an den künftigen Intendanten Markus Fein übergibt. Neben Daniel Hope und Matthias Schorn würden "Musikstars aus der ganzen Welt" nach MV kommen. Natürlich bringt Matthias Schorn auch die Wiener Philharmoniker unter Lorin Mazeel mit, mit ihnen spielt er in Redefin beim Picknick-Pferde-Sinfoniekonzert. Weitere Beispiele: Li-Wei Qin (Cello), die Geigerinnen Julia Fischer - unter anderem mit der Academy of St Martin in the Fields - und Viviane Hagner, Cellist Daniel Müller-Schott, die Pianisten Martin Stadtfeld und Fazil Say, Justuis Frantz und die "Philharmonie der Nationen", Dirigent Christoph Eschenbach, Cellistin Sol Gabetta…

Daniel Hope bereichert die Festspiele in seiner letzten Saison als Künstlerischer Direktor wieder um seine transatlantischen Kooperationen und bringt herausragende Musker mit den Klassik-Institutionen der USA wie dem Lincoln Center, Carnegie Hall und dem von Hope geleiteten Savannah Festival in den Nordosten. Ob es diese Reihen auch weiterhin geben wird? Das sei ganz allein Sache und Entscheidung des künftigen Intendanten, betonte Hope. Wenn Fein, den er als "brillanten Programmacher kenne, das wolle, sei er bereit: "Na klar!"

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