Staatstheater Schwerin : Generalintendant gesucht

 Grafik: ZVS/Idee:Roland Regge-Schulz
Grafik: ZVS Idee: Roland Regge-Schulz

Stadt Schwerin schreibt Chefposten am Mecklenburgischen Staatstheater aus. Drei Namen im Gespräch

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23. Juli 2014, 07:47 Uhr

Generalintendant gesucht: Es wird ernst mit der Theaterreform in Schwerin. Nachdem im Herbst die Sparpläne für das Mecklenburgische Staatstheater mit dem Land ausgehandelt wurden, ist seit gestern die Stelle des Generalintendanten ausgeschrieben.

Der Vertrag des jetzigen Generalintendanten, Joachim Kümmritz, läuft Ende der Spielzeit 2016 aus. Die Zielvereinbarung der Stadt Schwerin als Theaterträger mit dem Kultusministerium sieht dezidiert die Neubesetzung des Chefpostens am Theater ab der Spielzeit 2016/2017 vor. „Die Besetzung der Position des Intendanten erfolgt unter Berücksichtigung der Interessen des städtischen Trägers und des Landes MV“ steht in dem Vertrag vom Herbst letzten Jahres. Jetzt wird gehandelt.

In der Stellenbeschreibung, die auch auf den Internetseiten des Theaters zu finden ist, wird neben einer ausschweifenden Beschreibung der Vorzüge der Landeshauptstadt, von einem neuen Generalintendanten u.a. gefordert, „zukünftig mit einer kaufmännischen Geschäftsführerin... zusammenzuarbeiten“. Bislang führt Kümmritz das Haus alleine. Jetzt ist offenbar eine Doppelspitze wie am Volkstheater Rostock geplant, die dort in der Vergangenheit aber immer wieder zu internen Auseinandersetzungen führte. Auch die Fusion des Staatstheaters mit dem Einsparten-Landestheater in Parchim ist avisiert.

Generalintendant Joachim Kümmritz sagte gestern gegenüber unserer Redaktion, dass er sich auf keinen Fall bewerben wolle. Im Theater in Schwerin sind drei Personen im Gespräch, denen offenbar von der 317-köpfigen Belegschaft zugetraut wird, das Haus zu führen: Chefdramaturg Ralph Reichel, Operndirektorin Ute Lemm und Schauspieldirektor Peter Dehler. Dehler hat gerade in Ralswiek „Störtebeker“ inszeniert. Ein kleines Türchen lässt sich Kümmritz aber dennoch offen: „Sollte es eine andere Entwicklung geben und jemand fragt mich, werde ich mich nicht verwehren“.

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