Schlösser und Parks in MV : Gartenbauer erwarten vom Land Hilfen

Schloss Bothmer
Schloss Bothmer

6,5 Millionen Euro flossen in die Sanierung von Schloss und Park Bothmer. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen. Fachleute hoffen, dass auch andere Anlagen die nötige Aufmerksamkeit erhalten.

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21. August 2015, 21:00 Uhr

Landschaftsarchitekten und Gartenbauer in Mecklenburg-Vorpommern erwarten von der Landesregierung weitere Anstrengungen zur Erhaltung und Pflege der Parklandschaft im Nordosten. „Das sind Kleinode, die für das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern von unschätzbarem Wert sind“, sagte die Geschäftsführerin des Landesfachverbandes für Garten- und Landschaftsbau, Meike Stelter, am Freitag anlässlich eines Branchentreffens in Schloss Bothmer bei Klütz (Nordwestmecklenburg).

Rund 1000 erhaltene Schlösser und Gutshäuser, viele mit großen Parkanlagen, zeugten von der kulturellen Vielfalt des Landes.

Rund 200 Fachleute verschiedener Fachverbände nutzten das traditionelle Treffen am Sommerausklang zum Erfahrungsaustausch. Sie informierten sich zudem bei Führungen über die Sanierung von Park und Schloss Bothmer, die in diesem Frühjahr nach siebenjähriger Arbeit abgeschlossen worden war.

Nach fehlgeschlagenen Privatisierungen hatte das Land das marode Barockschloss samt weitläufigem Park 2008 übernommen und für 36,5 Millionen Euro vollständig sanieren lassen. Stelter verwies auf die barocke Feston-Allee mit ihren skurrilen Linden, die weit über die Grenzen des Landes bekannt sei.

An dem Treffen in Bothmer nahmen Mitglieder des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten, der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur und des Verbandes für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau teil. Allein der Gartenbauverband zählt laut Stelter im Land rund 450 Mitgliedsfirmen mit etwa 2000 Beschäftigten.

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