Finanzspritze für Theaterfreunde

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14. Januar 2016, 14:02 Uhr

Besondere Würdigung für einen besonderen Verein: Im 25. Jahr ihres Bestehens wird die Gesellschaft der Freunde des Mecklenburgischen Staatstheaters vom Land mit einer Zustiftung in Höhe von 25 000 Euro unterstützt. Das heißt, bis zu diesem Betrag kommt für jeden Euro, den die Theaterfreunde zur Erhöhung ihres Stiftungskapitals einzahlen, ein weiterer aus Landesmitteln dazu. Analog hatte das Land im vergangenen Jahr die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. Hier betrug die Zustiftung sogar 250 000 Euro – die Festspiele werden allerdings auch zu 92 Prozent privat finanziert. In das Schweriner Theater wird demnächst das Land als Gesellschafter einsteigen.

„Die Zustiftung ist keine Sonderzahlung für das Theater, sondern die Unterstützung eines sehr engagierten Vereins, der weit über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus aktiv ist“, betonte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) gestern nach einem Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden Michael Jungrichter. Die mehr als 1100 Mitglieder – die Theaterfreunde sind damit der zweitgrößte Kulturverein im Land – würden sich nicht nur zu ihrem Theater bekennen, sondern auch alles dafür tun, um das Theater in der Gesellschaft zu verankern. Beispielsweise, indem jährlich fast 1900 Schülerinnen und Schülern ein kostenloser Theaterbesuch ermöglicht wird. Das, so Sellering, sei aller Anerkennung und im Jubiläumsjahr auch besonderer Unterstützung wert.

Vereinsvorsitzender Michael Jungrichter ist „froh und dankbar“ für die Chance, das Stiftungskaptial von aktuell 320 000 um weitere 50 000 Euro aufstocken zu können. Aus den jährlichen Zinseinkünften – immerhin zwischen 5000 und 7000 Euro – habe der Verein bereits eine Vielzahl von Vorhaben unterstützen können. So seien zuletzt 6000 Euro in die Restaurierung des historischen Glockenspiels geflossen. Bei der Premiere der „Zauberflöte“ konnten sich Theaterbesucher dann erstmals wieder an seinem Klang erfreuen. Auch an der Restaurierung des Schmuckvorhangs, der Anschaffung eines Flügels für das Konzertfoyer oder der Einrichtung eines Leitsystems für die Fluchtwege im Großen Haus haben sich die Theaterfreunde beteiligt. Nächstes Vorhaben ist Jungrichter zufolge die Restaurierung der historischen Donner- und Gewittermaschine, die in Deutschland ihresgleichen sucht.

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