FilmLand-Chef bittet um Entschuldigung

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10. Dezember 2010, 07:02 Uhr

Schwerin | Rund eine Woche, nachdem mit Saskia Walker eine Hälfte des künstlerischen Leitungstandems des Filmkunstfestes Schwerin überraschend hingeworfen hatte, geht Torsten Jahn, Geschäftsführer der FilmLand gGmbH mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit. "Wenn sie Anlass hatte, sich durch mein Verhalten verletzt zu fühlen, so bedaure ich das ausdrücklich und bitte um Entschuldigung", schrieb Jahn - mit Blick auf die von Walker geäußerten Vorwürfe. Die erst seit Juni amtierende Künstlerische Leiterin hatte - wie schon ihr ebenfalls im Unfrieden geschiedener Vorgänger Hasso Hartmann - unklare Arbeitsstrukturen, ein verletzendes Betriebsklima, das Schüren von Ängsten und ständige Eingriffe der Geschäftsführung in künstlerische Belange kritisiert. Diese Vorwürfe seien ihm gar nicht bekannt, hatte Jahn auf Nachfrage unserer Zeitung gesagt. Nun klingt er reumütiger: "In der schwierigen Umbruchsituation (...) können auch Spannungen (…) entstehen. Möglicherweise habe ich diese Probleme (...) zu wenig wahrgenommen."

Nach Informationen unserer Zeitung hat der Aufsichtsrat der FilmLand gGmbH für den 20. Dezember eine Sitzung angesetzt - und es ist längst nicht klar, ob das Gremium den schon mehrfach kritisierten Geschäftsführer weiter stützen wird.

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