Statt Kuba soll nun Großbritannien das Gastland werden : Filmkunstfest MV wechselt den Partner

Das Filmkunstfest ist alljährlich ein Publikumsmagnet. Foto: Archiv
Das Filmkunstfest ist alljährlich ein Publikumsmagnet. Foto: Archiv

Nicht Kuba - Großbritannien: Das Filmkunstfest MV, das 2013 zum 23. Mal in Schwerin stattfinden wird, wechselt sein Partnerland. Der Grund dafür ist unklar. Einen Künstlerischen Leiter hat das Festival derzeit nicht.

svz.de von
30. Juli 2012, 06:02 Uhr

London/Schwerin | Nicht Kuba - Großbritannien: Das Filmkunstfest MV, das Anfang Mai 2013 zum 23. Mal in Schwerin stattfinden wird, wechselt sein Partnerland. Nach Rundfunkberichten hat Torsten Jahn, Geschäftsführer der Trägergesellschaft FilmLand gGmbH, während einer London-Visite eine Partnerschaft mit Großbritannien unter Dach und Fach gebracht. Jahn selbst war gestern noch auf der Rückreise aus der Gastgeberstadt der Olympischen Spiele und auch per Handy nicht zu erreichen. Auf Rückrufbitten und SMS reagierte der Filmland-Chef nicht.

Dem Gastland des Filmkunstfestes - im vergangenen Mai war es Russland - ist traditionell eine Länderreihe mit Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen sowie eine Kunstausstellung gewidmet. Als besonderes Bonbon hatte beim Festival 2011 der deutsch-russische Autor Wladimir Kaminer die Eröffnungsgala moderiert.

Warum die Filmland-Gesellschaft erst auf der Abschluss-Pressekonferenz das neue Gastland Kuba verkündet und dann knappe drei Monate später alles umwirft und auf Großbritannien umschwenkt, konnte Aufsichtsratsvorsitzender Gert Schneider nicht im Detail erläutern. "Wir haben im Vorfeld darüber diskutiert", sagte er auf Nachfrage. Es habe Bedenken gegeben, ob sich für eine Länderreihe Kuba genug Material finden werde. Ansonsten sei der Wechsel aber eine operative Entscheidung der Geschäftsführung des Filmfestes, so Schneider.

Einen Künstlerischen Leiter hat das Festival derzeit nicht. Nach dem Auslaufen des Vertrages mit Stefan Fichtner (wir berichteten) hatte die Filmland den Posten neu ausgeschrieben, die Bewerbungsfrist endete vor rund zwei Wochen. Die Resonanz sei ausgesprochen gut gewesen, sagte Aufsichtsratschef Schneider auf Nachfrage, wollte aber die genaue Anzahl der Bewerbungen nicht verraten. Noch Anfang August wolle man erste Gespräche mit aussichtsreichen Bewerbern führen, man hoffe dann Ende August, Anfang September zu einer Entscheidung zu kommen.

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