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Kultur MV : Festspiele MV klingen langsam aus

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Bis zum Ende der Festspielsaison stehen nur noch wenige Konzerte auf dem Programm - Ukulele-Musik mit sehr schrägem Humor etwa.

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Mit einer Hommage an Johann Sebastian Bach und andere musikalische Größen seiner Zeit wie Telemann, Händel und Vivaldi haben die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern die letzte Woche des Klassikfestivals eingeleitet. Werke der Komponisten standen auf dem Programm des bis Sonntag dauernden dreitägigen „Pavillon Barock“ mit Konzerten in Schwerin, Güstrow und Ludwigslust. Die norwegische Geigerin Vilde Frang, in diesem Jahr als Preisträgerin in Residence die prägende Solistin des Festivals, spielte in Niendorf auf Poel in Begleitung der Jungen Deutschen Philharmonie unter anderem Bachs Violinkonzert E-Dur.

Die Künstlerin beschloss damit eine Woche vor Saisonende ihre vielbeachtete Residenz, die 17 Konzerte umfasste. Mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester hatte Frang Mitte Juni in Wismar die Festspielsaison eröffnet. Außerdem gab sie Konzerte mit weiteren hochkarätigen Klangkörpern, spielte Kammermusik mit der Cellistin Sol Gabetta und gestaltete Konzertreihen mit musikalischen Weggefährten sowie anderen früheren Preisträgern des Festspiel- Nachwuchswettbewerbs „Junge Elite“. Nach Angaben der Festspielleitung erlebten mehr als 7000 Besucher diese Konzerte. Das ist etwa ein Zehntel der in dieser Sommersaison erwarteten Festspielgäste.

Bis zum Abschlusskonzert am 17. September in Neubrandenburg stehen noch sechs Veranstaltungen auf dem Programm. So spielen die Geigerin Mira Tujakbajewa und die Pianisten Julian Riem am Mittwoch im Schloss von Hohen Luckow (Landkreis Rostock) Werke von Beethoven, Prokofjew und Sarasate. Das SIGNUM saxophone quartet ist am gleichen Tag in Schloss Granitz auf Rügen zu Gast.

Für eine besondere Abwechslung sorgt das Ukulele Orchestra of Great Britain, das in der ehemaligen Schiffbauhalle 207 in Rostock und im vorpommerschen Stolpe auftritt. Neben ihrer Virtuosität in den Genres Klassik, Jazz, Pop oder Rock zeichnet die acht Musiker ihr häufig sehr schräger und sehr britischer Humor aus. Das Ukulele-Orchester gilt als das originale und weltweit erste Orchester seiner Art. Es wurde vor mehr als 30 Jahren gegründet.

Den feierlichen Schlusspunkt unter die Saison 2016 setzt am Samstag der Cellist Daniel Müller-Schott, der 1995 Solistenpreisträger wurde und seither regelmäßiger Gast der Festspiele ist, gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie. Auf dem Programm stehen Elgars Konzert e-Moll für Violoncello und Orchester sowie Dvoráks achte Sinfonie. Mit insgesamt 133 Veranstaltungen gehören die Festspiele MV auch in diesem Jahr zu den größten Klassikfestivals in Deutschland.

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