100 Veranstaltungen ausverkauft : Festspiele MV feiern Besucherrekord

Open-Air-Konzert im Schlosspark von Hasenwinkel
Open-Air-Konzert im Schlosspark von Hasenwinkel

75 000 Gäste in diesem Jahr bei Klassikfestival

svz.de von
19. September 2015, 08:00 Uhr

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern krönen  die Jubiläumssaison 25 Jahre nach ihrer Gründung mit einem Besucherrekord. Mit 75 000 Gästen seien in diesem Sommer noch einmal 2000 mehr registriert worden als im Jahr zuvor. „Unsere Jubiläumssaison hat gezeigt, dass nicht nur unser Festival, sondern auch unser Publikum neugierig geblieben ist“, konstatierte Intendant Markus Fein gestern kurz vor dem heutigen feierlichen Saisonfinale. 100 der insgesamt 124 Veranstaltungen in Schlössern, Kirchen, Werkhallen und Parks seien ausverkauft gewesen, die Platzauslastung mit 93 Prozent erfreulich hoch.

Zum Abschlusskonzert in der Wismarer Georgen-Kirche werden heute knapp 800 Besucher erwartet. Auf dem Programm stehen Beethovens Violinkonzert D-Dur und die Sinfonie Nr. 10 von Dimitri Schostakowitsch.

Viele der einstigen Preisträger und heute international gefeierten Stars, darunter die Geiger Daniel Hope und Veronika Eberle, der Cellist Daniel Müller-Schott oder der Klarinettist Matthias Schorn, hatten der Saison einen besonderen Stempel aufgedrückt. Das Jubiläumskonzert Anfang Juli in Ulrichshusen mit dem einmaligen Auftritt des Preisträger-Orchesters zählte zu den musikalischen Höhepunkten dieses Sommers. Die größte Resonanz gab es erneut für das ausverkaufte Kleinkunst-Fest im Schlosspark von Ludwigslust, das an zwei Tagen insgesamt 18 000 Gäste zählte.

Neben weiteren bewährten Festspielformaten, wie dem Open-Air am Schloss Bothmer oder den Konzerten in der Reithalle des Landgestüts Redefin, hätten auch neue Angebote großes Interesse hervorgerufen. Dazu zählt Fein das erste Fahrradkonzert rund um Schwerin oder die Reihe „Unerhörte Orte“ etwa in der Schiffspropeller-Produktionshalle in Waren und der ehemaligen „KdF“-Anlage in Prora.

Der Festspiele-Etat von 4,6 Millionen Euro wird zu 92 Prozent aus privaten Geldern und damit einem nur geringen Teil aus öffentlichen Zuschüssen finanziert. Neben Eintrittsgeldern und Sponsorenbeiträgen würden auch die Erträge der Festival-Stiftung dazu beitragen. Zur Saisoneröffnung Mitte Juni hatte die Landesregierung anlässlich des Gründungsjubiläums eine Aufstockung des Stiftungskapitals von bislang zwei Millionen Euro angekündigt. Bis zu 250 000 Euro will das Land erneut zuschießen, wenn die gleiche Summe an privaten Spenden zusammenkommt. Laut Fein gingen bislang gut 200 000 Euro ein. Laut Fein haben die Festspiele MV einen festen Platz im Reigen der bedeutsamsten Klassikfestivals in Deutschland. 

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