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Fish-Festival in Rostock : Experiment zahlt sich aus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Friederike Hoppe bekommt für „Draußen, wo Du nicht bist“ die Auszeichnung „Film des Jahres“

Im Mau-Club ging es am Sonnabend heiß her. In mehreren Kategorien wurden die Gewinner des Fish-Festivals gekürt. Besonders wichtig und prestigeträchtig ist dabei die Auszeichnung zum „Film des Jahres“ gewesen. Die Gewinnerin des Abends war Friederike Hoppe. Die junge Filmemacherin durfte sich nicht nur über eine Goldmedaille des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren (BDFA) freuen, sondern auch über die Auszeichnung „Film des Jahres 2014“, die mit 9000 Euro dotiert ist. Diese bekam sie für ihren Kurzfilm „Draußen, wo Du nicht bist“. „Der Film hat eine ganz eigene Bildsprache, die uns überzeugt hat“, erklärt Jury-Mitglied und Medienwissenschaftlerin Dr. Susanne Eichner. „Die bei der Produktion erst 20 Jahre alte Filmemacherin hat Mut für Experimentelles gezeigt. So jung und dann schon so ein großes Potenzial, das hat uns beeindruckt“, ergänzt Eichner.

Der Kurzfilm zeigt in 13 Minuten ein groteskes Abbild der Gesellschaft. Zum einen die Menschen auf dem Abstellgleis, die im Film in einer Warteschlange sitzen und deren Potenzial so verschenkt wird, und zum anderen die so genannte Spaßgesellschaft. Sie baue sich eine Scheinwelt auf, um dem Alltag zu entfliehen – im Film dargestellt als kreischende, vor Überdruss agierende Menschen, die unter anderem Kissenschlachten veranstalten, so der Juryleiter Matthias Spehr.

Drei weitere Goldmedaillen gingen an: Elmar Imanov für „Die Schaukel des Sargmachers“, Elisa Klement für „Laut und leise“ und den bereits im letzten Jahr mit Gold ausgezeichneten Daniel Asadi Faezi für „Arefi, der Hirte“. Sein Dokumentarfilm über einen Hirten in der zentraliranischen Wüste war auch bei den Kinozuschauern sehr beliebt. So konnte sich der Regisseur außerdem über den mit 777 Euro dotierten Publikumspreis sowie über 280,17 Euro aus der Spendenbüchse der Zuschauer freuen.

Aus 458 Einsendungen, davon allein 63 aus Mecklenburg-Vorpommern, musste die sechs-köpfige Jury – Experten aus dem Filmgeschäft – 30 Filme auswählen. Vertreten waren Animationsfilme, Dokumentationen, Musikclips, Collagen und Kurzfilme.

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