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Kunstraub : Erbeutet, geraubt, geplündert...

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kunstraub – Raubkunst ab Oktober in Schwerin

svz.de von
erstellt am 25.Sep.2014 | 11:48 Uhr

„Erbeutet, geraubt, geplündert, gestohlen“ – in einer Ausstellung will das Schweriner Museum vom 24. Oktober an verschiedene Facetten von Kunstraub und Raubkunst beleuchten, und dabei die Geheimnisse von „hochkarätigen Kunstwerken“ aus seinen Sammlungen preisgeben. Jahrzehntelange „detektivische Spurensuche“ sei notwendig gewesen, um den Weg eines Bildes von Besitzer zu Besitzer zurückverfolgen zu können, so Torsten Knuth, der die Exponate ausgesucht hat.

Präsentieren will Knuth den Napoleonischen Kunstraub von 1807. Der französische Eroberer nahm aus Schwerin 209 Bilder als Kriegstrophäen mit nach Paris. Nach Napoleons Niederlage kehrten 207 Werke nach Mecklenburg zurück. Die Mecklenburger Herzöge unterdessen brachten keine Raubkunst nach Hause. „Statt Kriege zu führen, haben sie lieber geheiratet“, so Knuth. Die sowjetische Besatzungsmacht sah die Bilder, Bücher und Waffen, die sie nach 1945 aus Mecklenburg mitnahm, denn auch als Kriegs-Entschädigung an. Einen Teil schickte sie 1958 nach Schwerin zurück.

Zum Thema passen laut Knuth ebenso die Bilder jener Künstler, die die Nazis als „entartet“ aus den Museen entfernten und verkauften. Auch aus der Schweriner Galerie wurden Bilder herausgenommen. Anschauen können sich die Besucher auch sechs Gemälde des Schweriner Museums, dessen Vorbesitzer vor einigen Jahren nicht bekannt waren, bis Susanne Fiedler mit ihren Forschungen Licht ins Dunkel brachte.

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