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Rankin-Ausstellung in Rostock : Eine einmalige Installation

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Star-Fotograf Rankin zeigt ab 12. Dezember konzeptuelle Arbeiten in der Kunsthalle Rostock

Vor seiner Kamera standen schon die Queen, Madonna und Jude Law. Es scheint fast so, als hätte jede Berühmtheit dieser Welt ein Shooting mit Rankin gehabt. Der Brite zählt zu den führenden und einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. Seine ausdrucksstarken Porträts und die Aufnahmen von Superstars in expressiven, oft humorvollen Posen zierten die Cover unzähliger Zeitschriften. Aber Rankin ist mehr als ein Fashion- und Lifestyle-Fotograf. Mit der Ausstellung „Less is more“, die am Sonnabend, 12. Dezember, in der Kunsthalle Rostock eröffnet wird, kehrt er zu seinen Wurzeln zurück.

Zu Beginn der 90er-Jahre gründete er mit einem Partner das provokante Zeitgeistmagazin „Dazed&Confused“, in dem der Brite verschiedene Genre wie Fashion, Grafik, Design und Fotografie miteinander verschmelzen ließ. Über 100 Fotografien sowie zwei große, exklusiv für die Schau produzierte Installationen verdeutlichen in der Ausstellung in der Hamburger Straße 40 diese Kombination von Konzeptkunst und Modefotografie. Im White Cube der Kunsthalle entsteht ein sieben Meter hoher Fries, in einem Dark Room werden leuchtende Wechselbilder gezeigt. „Ich glaube an eine Fotografie, die sowohl zum Denken als auch zum Fühlen veranlasst. In ,Less is more‘ wird zum ersten Mal meine mehr konzeptuelle Arbeit vorgestellt. Insbesondere die frühen Arbeiten haben eine große Bedeutung für mich“, sagt der Fotograf.

Laut Rankin leben wir gerade in einer Welt, die von Millionen von Möchtegernfotografen bevölkert ist. Ihre Erfahrung mit Fotografie machen Menschen über den Bildschirm. „Die Gesellschaft und die sozialen Medien wirken stark darauf ein, was wir unter Fotografie verstehen, wie wir unsere Welt erleben und wie wir uns selbst präsentieren. Wir leben in einer Zeit von ,Brand Me – mach aus mir eine Marke‘ und Smartphones sind das Werkzeug geworden, um das zu erreichen. Ich möchte jemanden in eine face-to-face-Konfrontation mit einer Fotografie bringen, um zu zeigen, dass das mehr ist, als nur mit dem Finger über das Handy zu wischen“, sagt der Brite über die Ausstellung in Rostock. „Als ich den WhiteCube in der Kunsthalle sah, dachte ich mir, dort eine experimentelle Installation zu kreieren, die man nur an diesem Ort wahrnehmen kann. Etwas, was der allgegenwärtigen Sharing-Mentalität widerspricht, und auch – im Gegensatz zu den Medien – nur temporär erlebbar ist.“ Rankin hat oft mit Künstlern wie Damien Hirst kooperiert. Er war Autor und Regisseur, außerdem dreht er Kurzfilme, Dokumentationen und Musikclips.

Die Ausstellung „Less is more“ ist vom 13. Dezember bis 28. Februar immer dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr in der Kunsthalle Rostock geöffnet.

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