Julia Fischer bei Festspielen MV : Ein Weltstar mit Bodenhaftung

Geigenvirtuosin Julia Fischer  beeindruckte nicht nur mit ihrer Interpretation von Chatschaturians Violinkonzert d-Moll  Fotos: max-stefan koslik
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Geigenvirtuosin Julia Fischer beeindruckte nicht nur mit ihrer Interpretation von Chatschaturians Violinkonzert d-Moll Fotos: max-stefan koslik

Julia Fischer bei Festspielkonzert in Ulrichshusen begeistert gefeiert

svz.de von
26. Juli 2015, 21:00 Uhr

Musiktalente früh zu erkennen und zu fördern, die später die Bühnen der Welt erobern – das ist eines der Erfolgsrezepte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Denn sie kommen wieder.

Julia Fischer ist ein – wenn nicht sogar das beste – Beispiel dafür. Als 14-Jährige erhielt sie 1997 den Solistenpreis der Festspiele, zehn Jahre später prägte sie eine ganze Festspiel-Saison als Preisträgerin in Residence. Da gehörte sie bereits zu den weltweit führenden Geigerinnen. Doch trotz ihres Weltruhms und zahlreicher internationaler Verpflichtungen zog und zieht es Julia Fischer auch weiterhin nach Mecklenburg-Vorpommern. Am Sonnabend gastierte sie zusammen mit dem Stuttgarter Radio-Sinfonieorchester des SWR in der Festspielscheune Ulrichshusen, gestern mit dem selben Programm noch einmal im Gutshaus Stolpe bei Anklam.

Mit Chatschaturians Violinkonzert d-Moll wählte sie sich eine sehr selten, aber von ihr sehr gern gespielte Komposition. Es sei „ Musik, die direkt in die Emotionalität geht“, hat Julia Fischer dazu einmal erklärt. Was sie damit meinte, konnten Konzertbesucher am Wochenende live erleben.

Überraschung dann nach der Pause: In mitten der Violinen, von den meisten Gästen anfangs gar nicht wahrgenommen, reihte sich Julia Fischer bei Tschaikowskis 4. Sinfonie in das Orchester ein. Dass Dirigent Michael Sanderling ihr im Schlussapplaus eine Rose überreichte und sie so doch noch einmal aus dem Ensemble heraushob, war ihr sichtlich peinlich. Ein Weltstar mit Bodenhaftung – ein Weltstar in MV.

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