Leipziger Messe : Besucherrekord auf Buchmesse

237 000 Bücherfreunde besuchten Leipziger Messe und Lesefestival / Verleger aus MV ziehen positives Fazit

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16. März 2014, 19:07 Uhr

Vom riesigen Besucherandrang auf der traditionsreichen Leipziger Buchmesse haben erneut auch die Verleger und Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern profitiert. „Wir hatten einen tollen Zuspruch. Vor allem am Samstag war unser Stand dicht umlagert“, sagte Florian Ostrop vom Rostocker Hinstorff-Verlag zum Abschluss der Messe am Sonntag. Ähnlich zufrieden äußerten sich auch Sprecher anderer Nordost-Verlage, die in Leipzig den Kontakt zu Buchhändlern und Lesern gesucht hatten. Insgesamt 28 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern präsentierten sich auf der Buchmesse, die mit 175 000 Gästen einen neuen Besucherrekord verzeichnete.

Hinstorff, der bekannteste Verlag aus MV, war mit etwa 50 Titeln in Leipzig vertreten, darunter etwa 20 Neuerscheinungen. Neben Kinderbüchern und Kriminalliteratur seien Bücher mit maritimen Bezügen auf große Resonanz gestoßen. „Man merkt eben, dass viele der ehemaligen Matrosen der DDR-Handels- und Hochseefischereiflotte aus Sachsen oder Thüringen kamen“, erklärte Ostorp das besondere Interesse. Sehr gut sei auch das illustrierte Geschenkbuch „Kleeorg un Kleeopatra. Ein Geschicht von't Glück“ angekommen. Das Büchlein ist eine Gemeinschaftsproduktion mehrerer Regionalverlage und erschien in vielen Dialekten und Sprachen, darunter Sächsisch, Bayerisch und Plattdeutsch.

Auch Jörn Runge vom Steffen-Verlag aus Friedland (Mecklenburgische Seenplatte) zeigte sich mit dem Messeverlauf sehr zufrieden. Einer der größten Renner sei überraschenderweise das Buch „Ach du liebe Schweiz“ von Klaus-Dieter Block gewesen. „Möglicherweise profitierten wir davon, dass die Schweiz als Gastland der Messe besonders im Fokus stand“, meinte Runge, der vom direkten Kontakt zu den Lesern schwärmte. „Das ist das Besondere an Leipzig. So nah kommen wir den Endverbrauchern auf keiner anderen Buchmesse.“

Besonders dicht umlagert war auch der Stand des Neubrandenburger Spica-Verlages. Die von Ute Patel-Missfeldt illustrierten humorvollen Gedichte von Karina Albrecht im Band „Unverblümt“ hätten bei den Besuchern großen Anklang gefunden, sagte Verlagsleiterin Christiane Reinke. Interesse habe auch das Buchprojekt der Parchimer Autorin Sandra Schümann hervorgerufen, die sich von Bekannten je einen Anfangssatz diktieren ließ und daraus Kurzgeschichten entwickelte.

Zufrieden zeigte sich auch Gisela Pekrul aus Godern bei Schwerin. Die Verlegerin von E-Books mit alter DDR-Literatur nimmt nach eigenen Angaben eine ganze Reihe von neuen Anregungen mit nach Hause. „Digitale Kinderbücher will ich mit animierten Grafiken verknüpfen“, kündigte die 70-Jährige an. Fast 100 Autoren mit rund 800 Büchern hat sie unter Vertrag, etwa 400 Bände seien bereits digitalisiert und als E-Books erschienen.

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