Bilanz : Besucheransturm auf Museen

Das Ozeaneum in Stralsund ist ein Besuchermagnet – auch an sonnigen Tagen.
Das Ozeaneum in Stralsund ist ein Besuchermagnet – auch an sonnigen Tagen.

Kultureinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern ziehen nach Tourismus-Hochsaison Bilanz

svz.de von
08. September 2015, 12:00 Uhr

Von der Tourismus-Hochsaison profitierten sämtliche Museen im Land. So zählte das Staatliche Museum in Schwerin in den Sommermonaten Juni bis August mehr als 73 100 Besucher im Schweriner Schloss, einige hundert Besucher weniger als im Sommer des Vorjahres. In die Kunstsammlung kamen diesen Sommer rund 8700 Gäste. Im Vergleich zum Vorjahr waren es etwa 100 Besucher mehr. „Besonders die Ausstellung zur klassischen Moderne hat viele Gäste angesprochen. Mit den Besucherzahlen sind wir sehr zufrieden“, sagt Heidemarie Otto, Sprecherin vom Staatlichen Museum Schwerin.

Für Juni bis August verzeichnete das Phantechnikum in Wismar knapp 20 000 Besucher. In den Sommermonaten im Vorjahr waren es rund 13 500 Gäste. „Schon jetzt sind wir auf dem Vorjahresendstand von 34 000 Gästen angelangt“, stellt Pressesprecherin Sabrina Wuschek fest. Kurz vor den Ferien hätten sich besonders viele Schulklassen und Reisegruppen angekündigt. Urlauber würden auch bei schönem Wetter nicht jeden Tag nur am Strand liegen wollen, sondern Museen und andere Touristenziele aufsuchen.

Dies bestätigt auch Pressesprecherin Diana Quade vom Stralsunder Ozeaneum. „Jedoch bringen kühle Tage Schwankungen von 1000 Gästen mit sich.“ Für die Sommermonate Juni bis August wurden 388 000 Besucher im Deutschen Meeresmuseum mit seinen vier Standorten gezählt. Davon waren 242 000 Gäste im Ozeaneum. Das Meeresmuseum, Natureum und Nautineum besuchten 146 000 Menschen. Allein am 30. Juli strömten 7120 Besucher in das Ozeaneum. Am letzten heißen August-Wochenende kamen dagegen 1400 Besucher in das Museum. Da viele Gäste auch aus Polen stammen, steht ihnen mittlerweile ein Audioguide auf Polnisch zur Verfügung.

Das Müritzeum in Waren zählte von Juni bis August 75 500 Besucher. Dabei kamen an einem verregneten Julitag 2910 Gäste. „Im Vergleich zum ersten Halbjahr waren fast genauso viele Besucher wie in den ersten viereinhalb Monaten bei uns“, hebt Pressereferentin Karin Franz hervor. Zudem würden sich die Besucherzahlen denen des Vorjahres sehr ähneln. Bis auf den Juni, der war 2014 etwas stärker.

Insgesamt betrachtet kamen Schulklassen häufig in den letzten 14 Tagen vor den Sommerferien in die Museen, ansonsten regelmäßig über das Schuljahr verteilt. Stabil seien immer Führungen für Schulklassen, die mit einem museumspädagogischen Programm verknüpft sind. Reisegruppen besuchten vor allem in den Monaten Mai, Juni die Touristenziele. In den Ferienmonaten Juni und Juli waren es vorwiegend Individualreisende. Während die klassischen Urlauber eher Tageskarten kauften, sind die Menschen der Region eher im Besitz einer Jahreskarte.

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