Kulturlandschaft MV : Ausgezeichnete Wohnzimmerkonzerte

Opernale-Gründer Henriette von Sehmsdorf und Hans-Henning Bär
Opernale-Gründer Henriette von Sehmsdorf und Hans-Henning Bär

Opernale erhält Kulturförderpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern

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09. November 2015, 12:00 Uhr

Der diesjährige Kulturförderpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern geht an den Verein Opernale aus Sundhagen im Landkreis Vorpommern-Rügen. Mit eigenen Opern- und Singspiel-Inszenierungen in Schlössern und Herrenhäusern und einer Serie von Wohnzimmerkonzerten begeisterte der Verein unter der künstlerischen Leitung von Henriette Sehmsdorf nach Angaben der Staatskanzlei sein Publikum. „Wir brauchen solche Initiativen, die das kulturelle Leben im ländlichen Raum beleben“, sagt Ministerprädident Erwin Sellering (SPD). Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. „Wir freuen uns über die Anerkennung“, gibt der Verein auf seiner Internetseite bekannt.

Im August erhielt die Opernale bereits die Ehrung „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ – weil es ihr gelungen sei, auch abseits der großen Städte und Tourismuszentren MVs Menschen für die Oper zu begeistern und weil der Verein es schaffte, mit Projekten an Schulen der Region die Schwelle zur oft als elitär angesehenen Oper zu senken.

Der Verein Opernale hat sich 2010 gegründet, weil er die Darstellenden Künste in Mecklenburg-Vorpommern fördern wollte. Zu einem Zeitpunkt als im gesamten Bundesgebiet Theaterfusionen diskutiert und das kulturelle Angebot aus Kostengründen reduziert wurde. „Der Verein will aufzeigen, dass bürgerschaftliches Engagement der Reduzierung des kulturellen Angebots innovativ entgegenwirken kann“, lautet das Credo der Opernale-Macher. Das Konzept hat Erfolg. Laut Henriette Sehmsdorf hätten sich die Zuschauerzahlen für die Aufführungen binnen zwei Jahren mehr als verdoppelt.

In diesem Jahr etablierte der Verein zudem ein ganz neues Format: die Wohnzimmerkonzerte. Dabei stehen zwischen zwei und vier Sänger, ein Pianist sowie ein Moderator auf einer kleinen Bühne in intimer Atmosphäre. Präsentiert wird ein halbszenischer Abend mit Ausschnitten aus vergangenen Aufführungen und mit bekannten Glanzlichtern aus Oper, Operette und Lied. Die Reihe soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

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