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Landeskulturkonferenz in Neustrelitz : "Kultur-Förderpraxis in MV wird sich ändern"

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Die Kulturschaffenden in MV müssen sich ab 2013 auf neue Förderbedingungen einstellen. Grund ist der demografische Wandel und der damit verbundene Rückgang der Bevölkerung, sagte Kultusminister Mathias Brodkorb.

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erstellt am 06.Mär.2012 | 09:37 Uhr

Neustrelitz | Die Kulturschaffenden in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich von 2013 an auf neue Förderbedingungen einstellen. Grund ist der demografische Wandel und der damit verbundene Rückgang der Bevölkerung, sagte Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) am Montag auf der Landeskulturkonferenz in Neustrelitz. Die Landesmittel sollen konstant bleiben.
Allerdings orientierten sich die Kulturzuschüsse des Bundes an der Einwohnerzahl und diese sei rückläufig. „Entweder bekommen alle jedes Jahr etwas weniger oder wir diskutieren das neu“, sagte Brodkorb.
Zusammen mit dem neu berufenen Kulturrat soll unter anderem diskutiert und entschieden werden, was im Land als „kulturelle Grundversorgung“ gelte - wie beispielsweise Bibliotheken oder Musikschulen.
Darüber hinaus sollen künftig „Projekte von besonderer Qualität und Innovationsfähigkeit“ sowie „Projekte von Landesbedeutung“ gefördert werden. Dazu zählte Brodkorb ein neues Landeskulturportal, auf dem sich Kulturschaffende aus dem Land präsentieren und Touristen sofort per Handy erkennen können, was in ihrer Umgebung kulturell geplant ist.
Grundsätzlich soll die Kulturförderung künftig auch an sogenannte kulturelle Leitthemen gekoppelt werden. „Diese Leitthemen soll der neue Kulturrat festlegen, um den nötigen Planungsvorlauf zu schaffen, voraussichtlich erstmals ab 2014“, erklärte Brodkorb.
Als Vorsitzender des Kulturrates, dem 17 Kulturschaffende und Sachverständige angehören, wurde der Neustrelitzer SPD-Politiker Michael Körner gewählt. Das Gremium soll zudem die Preisträger für den Landeskulturpreis Mecklenburg-Vorpommern vorschlagen. „Wir haben bisher im Land viel über Strukturen, aber kaum über kulturpolitische Inhalte gestritten“, sagte der langjährige Landtagsabgeordnete Körner.


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