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50-Jährige schwer verletzt, acht Tiere verendet : Kuh-Expedition endet tragisch

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"Jungrinder auf der B 197 bei Sarnow unterwegs", lautete die Meldung in der Einsatzleitstelle. Umgehend wurde ein Streifenwagen an den Ort des Geschehens geschickt. Doch die Tragödie hatte bereits ihren Lauf genommen:

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erstellt am 13.Aug.2012 | 07:58 Uhr

Anklam | "Jungrinder auf der Bundestraße 197 bei Sarnow unterwegs", gestern Morgen ging die Meldung im Einsatzleitstelle der Polizeidirektion Neubrandenburg ein. Umgehend wurde ein Streifenwagen an den Ort des Geschehens geschickt. Doch die Tragödie hatte bereits ihren Lauf genommen: Ein 50- jähriger Mann aus Bansin von der Insel Usedom hatte die über die Straße trottenden Rinder zu spät gesehen und fuhr ungebremst in die kleine Herde. Der Wagen hat einen Totalschaden, der Schaden wird auf rund 45 000 Euro geschätzt. Der Fahrer kam mit Brustschmerzen ins Anklamer Krankenhaus. Für die Kühe ging die Kollision weniger glimpflich aus: Acht Tiere starben am Unfallort. Einige von ihnen wurden gar mehrere Meter über die Straße geschleudert. Anwohner berichteten, dass die Polizeibeamten verletzen Kühen außerdem den Gnadenschuss gaben. Am Morgen darauf sind die gröbsten Spuren des nächtlichen Unfalls getilgt. Im Vorgarten der Familie Dobberphul liegen nur noch kleine Teile des Unfallautos. Bei Daniela Dobberphul ist die Aufregung der letzten Nacht noch zu spüren: Die Polizei habe sie geweckt und über den Tierunfall informiert. Im ersten Moment sei der Schreck groß gewesen, berichtet die Sanowerin. "Wir dachten schon es sind unsere eigenen Pferde." Doch als sie dann die Kadaver der Kühe auf der Straße und den Unfallwagen auf der Straße vor ihrem Haus stehen sah, sei das keine Erleichterung gewesen. Betroffen gibt sich auch der Eigentümer der Tiere, Karl-Friedrich Lankow, Chef der Sarnower Agrargesellschaft. "Ich kann mir überhaupt nicht erklären, wie das passieren konnte", sagt er. Der Weidezaun sei vor kurzem erneuert worden. Den Wert der getöteten Tiere bezifferte der Besitzer auf rund 6000 Euro. Dass Rindviecher die sichere Weide verlassen und das Abenteuer suchen, kennt die Polizei. "Damit sind wir immer wieder konfrontiert", erklärt Polizeisprecher Axel Falkenberg. Allerdings ging es dabei meist immer glimpflicher ab, als auf der B 197 bei Sarnow.

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