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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 12:13 Uhr

Sicherheit : Künstliche DNA gegen Metalldiebe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Netzbetreiber 50Hertz schützt Kabel mit neuer Technik. Mit Spezialgerät könnten Händler die Herkunft dubioser Lieferungen bestimmen.

svz.de von
erstellt am 22.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Im Kampf gegen die hohe Zahl von Metalldiebstählen setzt Netzbetreiber 50Hertz auf künstliche DNA. Im Gegensatz zum biologischen Erbgut in der Tier- und Pflanzenwelt besteht die Markierungssubstanz aus einem UV-Indikator, erklärte Markus Heilig, bei 50Hertz für die Unternehmenssicherheit zuständig, gestern in Güstrow. Metalldiebe hätten besonders die Erdungskabel im Blick, die an den riesigen Transformatoren angebracht sind. Dort werde die Substanz aufgebracht. Mit einem speziellen Gerät könnten Metallhändler die Herkunft des Metalls bestimmen, wenn es ihnen angeboten wird.

Die Diebstähle bedeuteten einen hohen materiellen Schaden, können aber auch erhebliche Auswirkungen auf die Sicherheit der Mitarbeiter haben, sagte Heilig. Auch müssten die Transformatoren ausgeschaltet werden, was Folgen für die Stromversorgung habe.

50Hertz hat sich nach seinen Angaben mit anderen großen Firmen zu einer Sicherheitspartnerschaft gegen Buntmetalldiebstähle zusammengeschlossen. Es sei wichtig, dass die Metallhändler dafür sensibilisiert werden, solches Material nicht anzunehmen, sagte Heilig.

Nach Angaben der Landeskriminalamts sind im ersten Quartal dieses Jahres 104 Fälle von Buntmetalldiebstählen registriert worden, im Vorjahreszeitraum waren es noch 184 Fälle. Ein LKA-Sprecher begrüßte die Initiative von 50Hertz und bezeichnete sie als wichtigen Teil des Programms zur Vermeidung dieser Art von Delikten.

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