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Junge Menschen : Künftig von 855 Euro Rente in MV leben?

vom
Aus der Onlineredaktion

Wer heute jung ist, wird es schwerer als die Eltern haben, im Alter den gewohnten Lebensstandard zu halten. Im Nordosten können sie aus der gesetzlichen Rente nur mit 38,9 Prozent ihres letzten Monatseinkommens rechnen. Ihre Eltern kommen noch auf deutlich mehr.

Junge Menschen im Nordosten haben einer Studie zufolge im Alter durchschnittlich 855 Euro monatlich von der gesetzlichen Rente zu erwarten – und damit deutlich weniger als ihre Eltern. Die mittlere Generation der heute 35- bis 49-Jährigen bekommt im Landesdurchschnitt einmal 937 Euro, die Elterngeneration der heute 50- bis 65-Jährigen kann ohne zusätzliche Vorsorge mit 997 Euro rechnen. Das geht aus dem „Vorsorgeatlas Deutschland“ im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment hervor, der am Dienstag in Frankfurt/Main veröffentlicht wurde. Im Bundesdurchschnitt liegen die Werte bei 1184 Euro (50-65-Jährige), 1048 Euro (35- bis 49-Jährige) und 981 Euro (20- bis 34-Jährige).

Vor allem die jüngere Generation müsse zusätzlich vorsorgen, um den Lebensstandard im Ruhestand zu sichern, hieß es. Das Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg, das die Studie erstellte, geht davon aus, dass zur Sicherung des Lebensstandards im Alter 60 Prozent des letzten Bruttoeinkommens erforderlich sind.

Während die 50- bis 65-Jährigen in Mecklenburg-Vorpommern mit 76 Prozent ihres letzten Monatseinkommens aus der gesetzlichen Rente ihren Lebensstandard sichern können, kommen die 20- bis 34-Jährigen nur auf 38,9 Prozent. „Sie benötigen daher 649 Euro zusätzlich pro Monat und müssen aktiv werden“, sagte der Sprecher von Union Investment, Markus Temme.

Die zusätzliche Rentenvorsorge ist im Nordosten bislang geringer ausgeprägt als in der Bundesrepublik insgesamt. Während hierzulande gut 38 Prozent die Riester-Rente nutzten und damit die gesetzliche Rente um 10,5 Prozent erhöhen könnten, seien es bundesweit 44 Prozent der Förderberechtigten.

Eine betriebliche Altersvorsorge haben der Studie zufolge 16,3 Prozent der 20- bis 65-Jährigen in Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 10 Prozent. Im Schnitt erhielten sie einmal 575 Euro (Mecklenburg-Vorpommern: 338 Euro) und könnten damit durchschnittlich 14,9 Prozent (Mecklenburg-Vorpommern: 11,3 Prozent) des letzten Bruttoeinkommens ersetzen.

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