Verbindung erneuert : Künftig eine Straße weniger nach Woserin

In diese Straße von Neu Woserin nach Woserin wird investiert. Aus der holprigen Pflasterpiste soll eine glatte Asphaltstraße werden. Die Arbeiten zum Ausbau beginnen noch in diesem Sommer. Einige der alten Steine sollen später in der Lindenstraße in Woserin wiederverwendet werden.
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In diese Straße von Neu Woserin nach Woserin wird investiert. Aus der holprigen Pflasterpiste soll eine glatte Asphaltstraße werden. Die Arbeiten zum Ausbau beginnen noch in diesem Sommer. Einige der alten Steine sollen später in der Lindenstraße in Woserin wiederverwendet werden.

„Wir haben 26 Kilometer Gemeindestraßen", sagt Borkows Bürgermeisterin Regina Rosenfeld. Deren Unterhaltung und Ausbau belastet die Gemeinde. Es gibt Pläne, das öffentliche Netz um eine Straße zu reduzieren.

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17. Juli 2012, 10:24 Uhr

Woserin/Kuhlen | "Wir haben 26 Kilometer Gemeindestraßen", sagt Borkows Bürgermeisterin Regina Rosenfeld. Deren Unterhaltung und Ausbau belastet die Gemeinde. Im Zuge des laufenden Bodenordnungsverfahrens gibt es Pläne, das öffentliche Netz um eine Straße zu reduzieren. Die drei Kilometer lange löchrige Asphaltpiste zwischen der Bundesstraße 192 bei Borkow Richtung Woserin wird "irgendwann", wie die Bürgermeisterin sagt, aufgenommen und steht danach nur noch Anliegern offen, die ihre Grundstücke am Wegesrand erreichen wollen. Der künftig Wasser gebundenen Weg bleibt auch für Fußgänger und Radfahrer offen. Im Gegenzug wird eine andere kürzere Verbindung zwischen der Bundesstraße und Woserin - ab Neu Woserin - ausgebaut. Das passiert schon in einigen Wochen.

Das Pflaster der Straße wird aufgenommen und teilweise wieder eingesetzt bei der Sanierung der Lindenstraße in Woserin, erklärt die Bürgermeisterin. Die Straße außerorts Richtung Bundesstraße erhält eine Asphaltfahrbahn. Sie wird auf einer Breite von 4,25 Meter angelegt, so dass zwei Pkw aneinander vorbei kommen. Zusätzlich gibt es Ausweichstellen von 5,50 Meter, wo Lkw aneinander vorbei kommen, ohne über die Bankette zu fahren. Ebenfalls noch in diesem Jahr soll die Lindenstraße in Woserin erneuert werden, eine Pflasterstraße, um deren Erhaltung über viele Jahre gestritten wurde. Insgesamt werden in diesem Jahr rund 790 000 Euro in den Straßenausbau der Gemeinde Borkow investiert.

Der Rückbau der Asphaltpiste Borkow-Woserin ist offenbar bisher das einzige derartige Projekt im Amtsbereich Sternberger Seenlandschaft. Verwaltungschef Jochen Quandt kennt nach eigenen Worten keine ähnlichen Vorhaben. Sonst gehe es in den Kommunen immer nur um Pläne, Straßen auszubauen.

Das sei aber nur möglich, so lange es Förderungen gibt, sagt Ralf Toparkus, Bürgermeister von Kuhlen-Wendorf. Ohne die wäre beispielsweise auch der Ausbau der Straße von der B104 über Zaschendorf nach Müsselmow nicht möglich gewesen, die seit der Wende mittlerweile schon zum zweiten Mal erneuert wurde. Toparkus macht sich nach eigenen Worten schon Gedanken, ob es Sinn macht, "wenn man aus jedem Weg eine Flugzeuglandebahn macht." Es sei zu begrüßen, wenn beispielsweise ein Ort wie Holdorf von allen Seiten erreichbar sei. "Die Frage ist aber", so Toparkus, "kann man sich das in Zukunft noch leisten?"

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