Nach Flucht von Straftäter in Rostock : Künftig drei Begleiter bei Arztbesuch

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18. März 2015, 19:15 Uhr

Nach der Flucht eines Rostocker Gewalttäters bei einem Krankenhausaufenthalt hat Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) in den drei Kliniken für psychisch kranke Straftäter schärfere Sicherheitsmaßnahmen erlassen. «Alle nicht zwingend notwendigen Ausführungen zu medizinischen Terminen außerhalb des geschlossenen Maßregelvollzugs sind auszusetzen», teilte Kuder am Mittwoch mit. Soweit sie unabwendbar seien, müssten Risikopatienten von drei Mitarbeitern der forensischen Klinik statt wie bis bisher von zwei begleitet werden. Forensische Psychiatrien für psychisch kranke Straftäter sind in Rostock, Stralsund und Ueckermünde.

Die Untersuchungen über die Umstände der Flucht am Montag vergangener Woche stünden inzwischen vor dem Abschluss, erklärte Kuder. Am Donnerstag sei eine Kommission in Rostock, um letzte Fragen zu klären. Im Anschluss werde es eine Erklärung über weitere Konsequenzen geben, kündigte ein Ministeriumssprecher an.

Unterdessen ist der 49 Jahre alte Rostocker Gewalttäter weiter auf der Flucht. Der zwei Meter große Mann war in Begleitung zweier Pfleger in die Rostocker HNO-Klinik gebracht worden. Dort bedrohte er die Pfleger mit einer Schere und konnte entkommen.

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